Ab August erweitert Tolino Media das Dienstleistungsangebot. Geboten werden laut Website zu “fairen Konditionen”:

Textgutachten, Lektorat, Korrektorat
Titelprüfung / Titelschutzanzeige
Satz & Layout
Umschlaggestaltung
eBook-Konvertierung
Print on Demand
Dienste rund um Website & Social Media
Ausführender ist dabei die Münchner Agentur Medialike. Dienstleistungen sind offenbar “in”. Zur Leipziger Buchmesse hatte BoD ebenfalls derartige Pakete angekündigt. Die Frage ist allerdings, ob sie sinnvoll sind.

Seit gut einer Woche ist Tolino Media nun online. Die Plattform ist einigermaßen holprig gestartet: bei manchen Nutzern tauchte der komplette Text des eBooks in der Leseprobe auf, andere können auch valide ePub-eBooks nicht hochladen. Bei meinen eigenen Tests hat alles geklappt. Aber diese Anlaufprobleme sind normal bei einer komplett neuen Software.

Inzwischen sind nun aber auch die ersten Titel bei den Anbietern online – und hier sind ein paar Trends zu beobachten, die in die falsche Richtung gehen. Deshalb hier ein kurzer Check, welcher Händler die Titel wie anbietet:

Buch.de: Eigene Kategorie “Self-Publishing”, in der die Titel nach nicht erkennbarem System geordnet sind. Die Bücher landen aber auch in den normalen Kategorien. Und: ein Special (siehe unten).
Buecher.de: Rotierendes Banner in der Kategorie “eBooks” mit den “eBook Indies”, Klick dort führt allerdings zu “The requested URL /go//page/list_id/44323/ was not found on this server.” Gute Platzierung für einen SP-Titel.

Es ist so weit: Wie am 10. März erstmals hier angekündigt, starten die in der Tolino-Initiative kooperierenden deutschen Buchhändler jetzt ihr eigenes Selfpublishing-Portal. Das Projekt hat die selbst gestellte Deadline (“Ende April”) damit gerade noch eingehalten. Das Portal ist unter www.tolino-media.de verfügbar. Die Registrierung ist kostenlos; derzeit werden allerdings nur Autoren aus Deutschland, der Schweiz und allen EU-Ländern für den Vertrieb zugelassen.

Ein kurzer Blick auf die Oberfläche zeigt, dass die Bedienung unkompliziert ist. Manuskripte werden als DOC, DOCX (Word) und ePub entgegen genommen. Das Cover muss mindestens 1600 Pixel breit sein; einen Online-Coverdesigner gibt es noch nicht.

Ab Ende April wird es so weit sein: Die deutschen Tolino-Händler rund um Thalia, Weltbild, Hugendubel, Libri und so weiter starten ihr eigenes Selfpublishing-Portal. Autoren können auf der neuen, von Tolino Media (ehemals Pubbles) betriebenen Plattform ihre eBooks direkt hochladen, und zwar entweder als ePub oder im Word-Format.

Bei den Auszahlungen orientiert sich der neue Anbieter an der weltweiten Konkurrenz: 70 Prozent vom Netto sollen Standard sein – allerdings zunächst begrenzt bis zum 31. Januar 2016. Die Plattform selbst wird beim Start vielen Selfpublishern bereits bekannt vorkommen, denn sie ist dann auch anderswo im Einsatz. Der Veröffentlichungsprozess ist unkompliziert.
Bei den Auszahlungen orientiert sich der neue Anbieter an der weltweiten Konkurrenz: 70 Prozent vom Netto sollen Standard sein. Die Plattform selbst wird vielen Selfpublishern bereits bekannt vorkommen, denn sie ist auch anderswo im Einsatz. Um im Wettbewerb um Exklusiv-Autoren mithalten zu können, will Selfpublishing by Tolino auf die Kraft der dem System angeschlossenen lokalen Buchhandlungen setzen – hier könnte es für gut verkaufende Autoren Sonder-Präsentationen geben, die tatsächlich Sichtbarkeit im Buchhandel erzeugen.