Autorentipp: Liedzitate im Buch – was ist erlaubt, und wie muss ich vorgehen?

Bath woman singing in bathtub using shower head having fun. Funny photo of cute young mixed race woman.

Menschen singen unter der Dusche oder im Chor, romantische Musik von CD oder aus dem Radio untermalt ebensolche Szenen, oder jemand bekommt zum Geburtstag ein Ständchen:Es gibt viele Gelegenheiten, auch im Roman Zeilen oder Strophen aus bekannten Liedern unterzubringen. Die zugehörige Melodie erklingt dann fast automatisch in der Phantasie des Lesers – und der Autor oder die Autorin handelt sich unter Umständen eine hohe Rechnung des Rechteinhabers ein. Denn Zitate aus Liedtexten sind urheberrechtlich geschützt! Lesen Sie im folgenden, was Sie beachten müssen.

Kann ich einen Songtext in meinem Buch zitieren?

Kurze Antwort: Nein.

Lange Antwort: In der Regel nur mit Genehmigung des Rechteinhabers.

Wie erhalte ich die Erlaubnis?

Schreiben Sie den Rechteinhaber an. Das ist in der Regel die Plattenfirma des Interpreten bzw. Songschreibers. Die GEMA oder die VG Wort sind nicht zuständig. Meist kostet die Genehmigung etwas und ist befristet. Rechnen Sie mit einem dreistelligen Betrag.

Wann kann ich Songtexte ohne Erlaubnis zitieren?

Wenn der Urheber seit 70 Jahren tot ist, erlischt das Urheberrecht. Dann können Sie den Text auch komplett zitieren. Wenn Sie sich mit einem Text wissenschaftlich auseinandersetzen, ist ein Zitat ebenfalls erlaubt. Das trifft auf Belletristik aber nicht zu.

Wie sieht es mit Übersetzungen aus?

Auch Übersetzungen sind geschützt, und zwar bis zu 70 Jahre nach dem Tod des Übersetzers.

Kann ich den Text nicht einfach selbst übersetzen und zitieren?

Nein, auch dann müssen Sie den Rechteinhaber fragen. Falls aber der Rechteinhaber schon 70 Jahre tot ist, können Sie problemlos selbst übersetzen.

Darf ich den Titel oder Interpreten eines Stückes nennen?

Ja. Den Satz “Das Radio spielte ‘Yellow Submarine’ von den Beatles” dürfen Sie ohne Genehmigung verwenden. Zu schreiben “Er sang ‘We all live in a …’ ” würde ich hingegen nicht empfehlen. Im Zweifel: versuchen Sie doch, denselben Zweck ohne wörtliches Zitat erreichen. Wie wäre es etwa mit “Er trällerte den Refrain von ‘Yellow Submarine’ vor sich hin”? Zumindest bei bekannten Songs setzen Sie so dasselbe Kopfkino beim Leser in Gang.

Was passiert, wenn ich Songtexte ohne Erlaubnis zitiere?

Das kann teuer werden. Tatsächlich gab es schon Fälle, wo Autoren mehrere Tausend Euro nachträgliche Lizenzgebühren zahlen mussten. Unwissen schützt vor Strafe nicht.

Und was ist mit Zitaten aus Gedichten, Aphorismen oder Büchern?

Da gilt dasselbe – allerdings sind Buchverlage meist zugänglicher und verlangen weniger oder gar kein Geld für die Genehmigung.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

52 Kommentare

  1. Vielen Dank für den Artikel, das hat mir gerade sehr viel mühsame Recherche erspart.

    Falls ich noch eine weiterführende Frage stellen dürfte: Ist es rechtlich unbedenklich, zu sagen, dass ein Text von einem bestimmten Lied inspiriert wurde? (Also wenn ich in die Danksagung oder das Vorwort schreibe: “Dieser Roman wurde inspiriert von “Yellow Submarine” von den Beatles”.)

  2. Wie ist es, wenn ich eine Lyrik als meinen Buchtitel verwenden möchte?
    Inwiefern ist das erlaubt und wie geht man rechtlich vor?
    Ich habe dies jetzt schon bei einigen Büchern im Handel gesehen.

      1. Ich habe auch eine Frage zu Liedzitaten: Wie sieht es aus, wenn ich einen Roman übersetze, in dem ein Lied – ohne Nennung des Urhebers – zitiert wird. Der Autor des Romans ist seit 70 Jahren tot, der Liedtexter aber wohl noch nicht. Darf ich davon ausgehen, dass der Romanautor die Erlaubnis gehabt hat, das Lied zu verwenden? Können sich für mich Probleme ergeben, wenn ich den Liedtext als Bestandteil des Romans einfach so übersetze? Der Roman ist in den Vierzigerjahren des vorigen Jahrhunderts veröffentlicht worden. Ich habe mir davon ein Exemplar aus dem Antiquariat besorgt. Für Ihre Antwort vielen Dank im Voraus und auch danke für den interessanten Artikel.

  3. Hallo, vielen Dank für den Artikel! Wie ist es eigentlich, wenn ich Aussagen von Menschen oder Sprichwörter zitieren möchte? Gilt da auch die „70-Jahre-Regel“? Also wenn ich zB Merkels „Wir schaffen das“ zitieren würde, natürlich unter Nennung ihres Namens. Angedacht hatte ich das jeweils am Anfang meiner Kapitel.

  4. Oh, das ist ja ärgerlich. Ist es erlaubt, es zum Beispiel so zu formulieren: “Im Radio lief 99 Luftballons von Nena, ein Song, in dem erzählt wird, wie ein einzelner Luftballon einen Krieg auslöst.” Ich würde dann keine Textzeilen verwenden, nur eine Inhaltsangabe schreiben. Oder ist das zu heikel?

  5. Hi,
    Wie verhält es sich denn bei Folgendem: ich würde gerne Zitate verwenden, dessen Autoren seit mind. 70 Jahren verstorben sind. Allerdings kommen die Autoren aus verschiedenen Ländern und würde ich gerne bei KDP den Verkauf auf alle Länder berechtigen. KDP warnt, dass die Urheberrechte in den Ländern unterschiedlich sein können. Muss ich dann jedes Land prüfen, ob auch da die 70 Jahre gelten? Und muss man zusätzlich auch noch herausfinden, wer das übersetzt hat und wie lange die bereits verstorben sind? Das kommt mir irgendwie unmöglich vor .. Freue mich über eine Antwort! Danke 🙂

  6. Hallo, was wäre denn mit der Verwendung nur des Liedtitels? Zum Beispiel in einer Überschrift „Highway to Hell – oder Beginn der Trotzphase“. Sind die reinen Titelbezeichnungen auch geschützt? Was wäre dann in denn fall bei Titeln, die einfach nur aus 1 Wort bestehen (z.B. zusammen)? Herzlichsten Dank!!

    1. Hängt von Bekanntheit und Originalität ab. Es geht darum, ob man von den kreativen Ideen anderer profitiert oder nicht. Definitive Aussagen sind da unmöglich, das entscheidet sich immer erst vor Gericht. Bei “Highway to Hell” würden aber wohl viele sofort an AC/DC denken. Damit würde man also von deren Idee profitieren, und dafür steht ihnen eine Entschädigung zu.

  7. Noch ein konstruierter Fall: Angenommen ein belletristischer Roman heißt “Die schönsten Lovesongs auf Erden” und in seinem Mittelpunkt stehen eben die schönsten Lovesongs, die auch die Themen/Kapitel bzw. den Verlauf der Geschichte vorgeben, dann wären Zitate von Songtexten doch mehr als nachzuvollziehen und sollten doch gerechtfertigt sein, da sie kein Schmuck wären, sondern stark in den Kontext eingebunden – oder?

  8. Ich hatte mal in einem Buch einen Songtext von Silbermond drin (Nachtlichter, ist aber gerade nicht im Verkauf). Ich habe bei Silbermond gefragt, ob ich den Text in meinem Buch zitieren darf und bekam dafür die Erlaubnis, ohne etwas zahlen zu müssen, lediglich den Urheber musste ich vermerken.

  9. Hallo,

    danke für diesen interessanten Tipp. Wegen einiger Liedzitate habe ich kürzlich meinen Anwalt gefragt und bin nun etwas verwirrt. Seiner Meinung nach ist das kein Problem. Was ist nun wohl richtig?

    Meine Frage an den Anwalt:
    … Es geht um einen Fan von X. Y. Sie besucht ein Metal-Konzert. Der Autor lässt sie an Zitate aus den Liedern von X. Y. denken.

    Der Name X. Y. kommt vor und kurze Zitate aus Songtexten sowie Songtitel von ihr.

    Die Antwort des Anwalts:

    Unseres Erachtens dürften sich hier keine urheberrechtlichen Probleme ergeben, wenn die
    Hauptfigur an Liedzitate von X. Y. denkt. Es dürfte sich hier um eine sogenannte freie Benutzung handeln.

    Zwar genießen die Werke von Frau X. sicherlich Urheberrechtsschutz. Hier wird jedoch ein Musikwerk in eine andere Kunstform, den Roman übertragen. Hierbei verblasst das benutzte Musikwerk gegenüber dem neu geschaffenen Werk. In einem solchen Fall liegt eine freie Benutzung nach § 24 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz vor.

    Dies gilt nicht bei der Benutzung eines Werkes der Musik, wenn die Melodie erkennbar dem Werk entnommen wurde. Ein Hörbuch dürfte also nicht die Melodie eines Liedes von X. Y. enthalten.

  10. Hallo,

    danke für diesen interessanten Tipp. Wegen einiger Liedzitate habe ich kürzlich meinen Anwalt gefragt und bin nun etwas verwirrt. Seiner Meinung nach ist das kein Problem. Was ist nun wohl richtig?

    Meine Frage an den Anwalt:
    … Es geht um einen Fan von X. Y. Sie besucht ein Metal-Konzert. Der Autor lässt sie an Zitate aus den Liedern von X. Y. denken.

    Der Name X. Y. kommt vor und kurze Zitate aus Songtexten sowie Songtitel von ihr.

    Die Antwort des Anwalts:

    Unseres Erachtens dürften sich hier keine urheberrechtlichen Probleme ergeben, wenn die
    Hauptfigur an Liedzitate von X. Y. denkt. Es dürfte sich hier um eine sogenannte freie Benutzung handeln.

    Zwar genießen die Werke von Frau X. sicherlich Urheberrechtsschutz. Hier wird jedoch ein Musikwerk in eine andere Kunstform, den Roman übertragen. Hierbei verblasst das benutzte Musikwerk gegenüber dem neu geschaffenen Werk. In einem solchen Fall liegt eine freie Benutzung nach § 24 Abs. 1 Urheberrechtsgesetz vor.

    Dies gilt nicht bei der Benutzung eines Werkes der Musik, wenn die Melodie erkennbar dem Werk entnommen wurde. Ein Hörbuch dürfte also nicht die Melodie eines Liedes von X. Y. enthalten.

  11. Wie ist es denn, wenn Figuren über Filme oder andere Bücher reden und dabei Titel und Charaktäre des Films/Buchs genannt werden? Sind die auch geschützt? Ich habe zum Beispiel eine Geschichte, in der eine Figur ein großer Fan von “Harry Potter” ist – darf diese Figur durch meine Feder ihre Katze in Anlehnung an “Harry Potter” den Namen “Hagrid” geben?

  12. Hallo! Dieses Thema interessiert mich auch, denn ich will auf keinen Fall irgendwelchen Ärger. Unwissenheit schützt ja bekanntlich nicht vor Strafe.

    In einem Buch (SP veröffentlicht, aber noch nicht verkauft) spiele ich auf ein Gedicht von Theodor Storm an, wo es richtig heißt “….. die holde Scham ist nur empfangen, dass sie in Liebe sterben soll”.

    Da ich nicht wusste, wie ich diese Textzeile verwenden kann (Theodor Storm ist ja schon lange tot, aber ich weiß nicht ob diese Regelung von 70 Jahren auch für Dichter gilt).
    Es geht bei dem Text um eine Deutschstunde, in der Gedichte interpretiert werden.

    Aus dieser Zeile habe ich dann folgendes gemacht;

    “…..Ein Mädchen hatte eines interpretiert, das am Ende von ‚die holde Scham‘ handelte, die nur deshalb empfangen worden sei, damit sie in Liebe sterben könne”.

    Meine Frage, geht so eine Umschreibung? Falls ja, muss man dann den Namen des Dichters dazu schreiben?

    Schon mal danke.

  13. Wie sieht es dann mit Comedians, Slampoeten etc. aus? Die zitieren doch ständig aus anderen Werken, Liedern etc. – eine Pauschalgebühr kann es ja wohl nicht sein, wenn GEMA & Co dafür nicht zuständig sind.

  14. Noch ein ganz anderer Fall: In einer Erzählung beschreibe ich, wie meine Figuren ein Spiel spielen (so etwas Ähnliches wie Monopoly). Und weil das Spiel eine Menge über meine Figuren offenbart, lasse ich sie das Spiel sehr ausführlich spielen und zitiere deshalb auch mehrere Aufgabenfelder aus diesem Spiel.
    Kann ich da Probleme bekommen? Das Spiel gibt es wirklich, ich nenne es auch mit korrektem Namen – und mache damit doch Werbung für das Spiel.

      1. Naja okay, aber ich schreibe ja nicht nur, die Leute spielen das Spiel und finden es toll, sondern zitiere (sogar recht ausgiebig) aus dem Spiel. So wie etwa die Ereigniskarten bei Monopoly. Darf ich das machen?

        1. Das ist schwer zu sagen. Auch Texte in Spielen sind jedenfalls geschützt. Ob ein Richter das bei dir als “Auseinandersetzung” oder als “Schmuck” interpretiert, erfährt man halt erst vor Gericht. Hasbro (die Monopoly-Besitzer) gehen z.B. recht aggressiv vor. Wenn es ein deutscher Spielehersteller ist, würde ich einfach mal fragen.

  15. Wie ist es denn mit einem Sachbuch, wenn ich dort ein paar wenige Zeilen eines Liedes zitiere (natürlich unter Nennung des Interpreten): Ist das erlaubt? Wissenschaftliche Auseinandersetzung wäre sicher ein großes Wort an der Stelle. Aber es ist ein Sachbuch und keine Belletristik

    1. Was machst du denn mit den Liedzeilen? Stützen die eine These? Wenn du nur schreibst “Singen Sie jeden Morgen diese Lied … (Textzeilen) … und sie werden glücklich”, dann ist es keine Auseinandersetzung. Wenn du aber schreibst: “Sängerin X verarbeitet ihr Trauma in diesen Zeilen: … Das bezieht sich auf… “, dann ist es eher eine Auseinandersetzung.

      1. Ja, ich zitiere ein paar Zeilen aus einem Lied, um meine eigene Aussage zu stützen. Schreibe also meine eigene Aussage und füge dann an:
        “In einem Lied der Gruppe XY heißt es: Zitat Zitat Zitat. Genau so verhält es sich.

        Ist das erlaubt?

          1. Uff – Glück gehabt 🙂 Danke für die Antwort. Ist ja ganz schön kompliziert. Da kann man in böse Fallen tappen.

            Aber mal ganz ehrlich: Passiert es wirklich, dass Schriftsteller wegen ein paar Zitaten verklagt werden? Man liest doch in Büchern immer wieder jede Menge Zitate (auch aus anderen Büchern oder Zeitungsartikeln). Solang die als solche gekennzeichnet sind und niemandem schaden … Aber vermutlich bin ich da mal wieder zu blauäugig, oder?

  16. Selbst ein paar Wörter aus einem Lied, oder gar eine Zeile fällt auch nicht unter das Zitierrecht? Wirklich nicht? Hatte ich bisher gehofft.
    Ach, manchmal ist es schwierig – und wie sicher ist die obige Aussage? Eine bekannte Autorin hat viele Songzitate in ihrem Buch verwendet, ich schrieb sie an und sie antwortete freundlicherweise, dass sie, wenn die Textzeilen in ihr Werk eingebunden sind und nicht ihr Werk auf den Texten beruht, dann dürfe man …
    Wer hat denn nun wirklich Recht?
    Viele Grüße, Heike Böttcher

    1. Es gibt keine gesetzliche Regelung über eine erlaubte Länge. Wenn ein Zitat nur der Ausschmückung dient, ist es nicht genehmigungsfrei erlaubt. Und nun diskutiere mal mit einer Plattenfirma, ob du das Zitat “ausschmückend” oder “auseinandersetzend” verwendet hast. Ob die sich mit einem Verweis auf die bekannte Autorin überzeugen lassen? Tatsächlich gab es Fälle, wo wegen einer einzigen Zeile abgemahnt wurde. Insofern halte ich die Aussage der Autorin für keinen guten Rat. Die Privat-Rechtsschutzversicherung zahlt solche Auseinandersetzungen übrigens nicht.

      1. Vielen Dank für die Antwort. Ich bin gar nicht so rebellisch, wie es vielleicht geklungen hat. Ich will es richtig machen, möchte aber keinen Rechtsanwalt bezahlen.
        Dass die bek. Autorin es so gemacht hat, ist keine Rechtfertigung, ich weiß sehr wohl und ich werde mich hüten, etwas genau so zu machen, weil andere …
        (Wenn ich einmal gaaaanz viel Zeit übrig habe, dann frage ich bei entsprechendem Verlag mal schriftlich an. Nur so aus Interesse, wie die ihr Vorgehen begründen.)
        Obige Antwort und vor allem die Aussage, das Autoren schon wegen einer Zeile in einen Rechtsstreit verwickelt wurden, hilft mir sehr. Das ist konkret und obwohl ich noch leise Hoffnung hatte, werde ich mein MS dahingehend überarbeiten und auch noch die letzten Zeilen der verwendeten Songs ausmerzen. Bin ja schon froh, dass man einen Titel nennen darf.
        Also nochmals viele Grüße von einer Jungautorin, die gar nicht mehr so jung ist.
        Heike Böttcher

  17. Wie sieht es denn mit der Kunstfreiheit aus? Ist die nicht mehr vorhanden?

    Bücher wie Sophies Welt, Ready Player One oder American Psycho benutzen doch so viele geschützte Figuren, Charaktere, Marken, Werbejingles, Szenen, Songtexte und Zitate aus unserer gesamten westlichen Kultur, dass sie nie und nimmer die Rechtehaber zu all diesen “Snippets” um Erlaubnis fragten. Früher fiel das doch alles unter das Zitatrecht und war erlaubt, wenn daraus etwas neues entstand – ist das heute nicht mehr so?

    Eine Parodie bedient sich doch auch größtenteils aus bestehenden Elementen und wandelt sie nur um – wieso ist so ein abgekupfertes Werk (das mehr als weniger den kompletten Plot eines anderen Werkes kopiert) erlaubt, aber das Zitieren von 5 Worten aus einem Songtext nicht?

  18. Ach du liebe Zeit! Dabei liebe ich es, meine Figuren eine Songzeile vor sich hinträllern zu lassen. Ich wusste, dass man so etwas nicht als Kapitelüberschriften etc. verwenden darf, aber dass mein Held nicht mal was von den Dire Straits als Ohrwurm haben darf, ohne dass es Ärger geben kann, ist unschön. grmpf. Dabei mache ich doch quasi Werbung für die alten Kamellen! lach. Mein Engel bekam neulich Ärger im Himmel, weil er heimlich "Sympathy for the devil" gehört hatte, aber das ist zum Glück nur der Titel, somit zulässig. (zumindest vor Erdengesetz).
    Ich hatte wirklich angenommen bzw. fälschlicherweise irgendwo gelesen, dass man auch Textzeilen verwenden darf, so lange man nichts negatives damit in Verbindung bringt. Aber gemäß Urheberrecht ist es im Grunde viel sinniger, dass es verboten ist. Trotzdem schade….

  19. Ach du liebe Zeit! Dabei liebe ich es, meine Figuren eine Songzeile vor sich hinträllern zu lassen. Ich wusste, dass man so etwas nicht als Kapitelüberschriften etc. verwenden darf, aber dass mein Held nicht mal was von den Dire Straits als Ohrwurm haben darf, ohne dass es Ärger geben kann, ist unschön. grmpf. Dabei mache ich doch quasi Werbung für die alten Kamellen! lach. Mein Engel bekam neulich Ärger im Himmel, weil er heimlich "Sympathy for the devil" gehört hatte, aber das ist zum Glück nur der Titel, somit zulässig. (zumindest vor Erdengesetz).
    Ich hatte wirklich angenommen bzw. fälschlicherweise irgendwo gelesen, dass man auch Textzeilen verwenden darf, so lange man nichts negatives damit in Verbindung bringt. Aber gemäß Urheberrecht ist es im Grunde viel sinniger, dass es verboten ist. Trotzdem schade….

  20. Ich bin mir nicht sicher ob ich das richtig verstanden habe: ist es auch verboten ein Zitat zu bringen wenn man den Urheber direkt dahinter noch ( oder in einer Fußnote) nennt? Und wie sieht es mit Zitaten aus der Bibel oder zB Goethe aus?

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