Blick in die Glaskugel: Was das Jahr 2019 für das Selfpublishing bringen wird

Für 2018 habe ich an dieser Stelle bereits ein paar Prognosen abgegeben; auch schon für 2016, also warum nicht noch einmal die Glaskugel herauskramen und einen Blick in die Zukunft wagen? Bequemerweise kann ich mich dabei des Beitrags bedienen, den Sie hier vor einem Jahr lesen konnten (die Texte sind kursiv dargestellt). Denn, Überraschung, nicht all meine Vorhersagen sind schon eingetroffen. Geben wir ihnen doch noch ein bisschen Zeit, vielleicht klappt es ja 2019?

Blick in die Glaskugel: Was 2016 für Selfpublisher bringen wird

(Foto: belchonok / Depositphotos.com)

84 Prozent der Leser der Selfpublisherbibel sind, was ihr Autorendasein betrifft, für das vor uns liegende Jahr mindestens vorsichtig optimistisch. Das ist eine hervorragende Quote – aber was wird 2016 konkret bringen? Wie im Vorjahr wage ich ein paar Prognosen – natürlich alles ohne Garantie.

Meine Prognose: was das Jahr 2015 für Self Publisher bringen wird

Das Jahr ist noch jung genug, ein paar Vorhersagen zu wagen. Was wird 2015 den unabhängigen Autoren bringen? Kommt die große Marktbereinigung über uns? Werden Buch-Flatrates am Jahresende Geschichte sein? Eröffnet Thalia zur Frankfurter Buchmesse ein Selfpublishing-Angebot? Als Selfpublishing-Papst habe ich ja einen kurzen Draht zu allen Informationen, was die Zukunft betrifft – sollte sie nicht so eintreffen wie prognostiziert, lehne ich trotzdem jede Verantwortung ab.

Prognose: wie sich der Anteil der Self Publisher am Buchmarkt in Deutschland entwickeln wird

Smashwords-Gründer Mark Coker hat im März in einem interessanten Beitrag auf seinem Blog begründet, warum Indie-Autoren in den USA bis 2020 etwa die Hälfte des kompletten Buchmarkts erobert werden haben. Coker begründet das systematisch. Er stellt sogar ein Excel-Dokument online, in das jeder Leser seine eigenen Vorhersagen eintragen kann.

Wie sieht es in Deutschland aus? Die Voraussetzungen sind hier etwas anders. Zwar belegen Self Publisher mehr als die Hälfte der Kindle-eBook-Bestsellerlisten. Doch bei anderen Händlern als Amazon besitzen sie diese Präsenz nicht. Perspektivisch dürfte der Anteil von Amazon am eBook-Geschäft hierzulande dazu eher sinken als steigen. Hinzu kommt, dass das eBook noch nicht so akzeptiert ist wie in den USA. Gerade meldete eine Studie von PwC, dass für 2017 mit einem Anteil von 16 Prozent zu rechnen sei.

52 Milliarden Dollar? Warum der Self-Publishing-Markt nicht doppelt so groß ist wie das Verlags-Buchgeschäft

Erst kürzlich habe ich einen Artikel gelesen, der Jungunternehmern Tipps gibt, wie man mit seiner Botschaft schnell wahrgenommen wird. Einer dieser Ratschläge lautete: “Make bold claims” – also “stelle mutige Behauptungen auf“. Ganz nach dieser Devise scheint der in der Branche bisher unbekannte Australier James O’Toole zu verfahren, der mit “New Publisher House” das Self… 52 Milliarden Dollar? Warum der Self-Publishing-Markt nicht doppelt so groß ist wie das Verlags-Buchgeschäft weiterlesen

Bitkom: E-Reader-Verkäufe wachsen 2013 um 22 Prozent

Nach aktuellen Zahlen des Branchenverbands Bitkom werden in diesem Jahr 832.000 E-Book-Lesegeräte über den Ladentisch wandern – im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung um 22 Prozent. Die Prognosen waren allerdings von 1,4 Millionen E-Readern ausgegangen.

Dass die Zahlen nun weitaus niedriger liegen, führt der Bitkom auf die Popularität der Tablets zurück, die sich ja ebenfalls zum Lesen von E-Books eignen. Insgesamt acht Millionen Tablets haben sich deutsche Käufer demnach im Laufe des Jahres zugelegt. Während der Durchschnittspreis der E-Reader bei 97 Euro liegt, verkaufte sich die Hälfte aller Tablets zu Preisen unter 200 Euro.