Fünf Besonderheiten von eBooks, die Sie beachten sollten

eBooks sind Bücher – und doch unterscheiden sie sich, was den Umgang mit ihnen betrifft. Weil die Buchstaben nicht auf Papier gedruckt, sondern von einem eReader erzeugt werden, gibt es wichtige Differenzen, die Sie bei der Herstellung berücksichtigen müssen.

Formatierungen

Der Leser formatiert das eBook, nicht der Autor. Schriftgrößen, Schriftarten, Einzüge und so weiter – man sollte nicht versuchen, den Leser zu gängeln. Es ist ja gerade ein Vorteil des eBooks, dass man dieses an seine Bedürfnisse anpassen kann. Trotzdem sollte der Autor ein professionelles eBook liefern, das z.B. keine falschen Silbentrennungen mehr enthält oder unnötige Leerzeilen.

Inhaltsverzeichnis

“Mein eBook ist ein Roman ohne Kapitel, da brauche ich kein Inhaltsverzeichnis”. Falsch. eReader sind langsam beim Blättern. Wenn ein Verzeichnis existiert, kommt der Leser schneller dort an, wo er hin will. Beim Kindle kann er auch kapitelweise springen – falls es Kapitel gibt.

Hin und zurück

eBooks ermöglichen Verweise, über die man an eine andere Stelle springen kann, etwa zu einer Erlärung. Zu jedem Verweis gehört aber wenn möglich auch eine Rücksprung-Möglichkeit.

Tabellen

Tabellen sollte man idealerweise in HTML einbinden. So bleiben sie durchsuchbar wie der komplette Text. Sie als Grafiken einzubinden, funktioniert zwar auch, schränkt aber ihren Nutzen ein.

Interaktivität

Die meisten eReader ermöglichen auch den Zugang zum Internet. Nutzen Sie das: Verwenden Sie Links, wo immer es sinnvoll ist.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.