Liber.io schließt die Pforten

Das ePub wird auch per Mausklick verteilt

Es war ein spannendes Konzept: Liber.io wollte die E-Book-Erstellung durch Nutzung von Google Drive oder Dropbox erleichtern – nun schließt die Website komplett, und zwar zum 5. November. Offenbar war der Plan zu ehrgeizig für die zuletzt noch zwei Mitarbeiter (Gründer).

Autoren-Tipp: Buch und eBook aus einem Guss mit Pandoc (Gastbeitrag)

›Pan‹ ist eine griechische Vorsilbe. Sie bedeutet so viel wie ‘alles’, ‘ganz‹ oder ‘gesamt‹. Im Pantheismus gibt es beispielsweise die Vorstellung, dass Gott eins mit ‘allem‹ sei, folglich also die ‘ganze‹ Welt Gott sei. Das Pantheon ist ein antikes Heiligtum, das ‘allen’ Göttern geweiht war. Und bei den Panamerikanischen Spielen nehmen Athleten aus ‘ganz’ Amerika teil. Der Name des Programms Pandoc steht für ‘Alle Dokumente’. Pandoc ist ein Universalkonverter, ein mächtiges Werkzeug, das seinem Besitzer die Macht über alle Dokumentenformate gibt. Denn mit Pandoc kann man alle möglichen Dokumentenformate ineinander umwandeln. Oder, um es ein wenig präziser zu formulieren: Pandoc kann 18 Ausgangsformate in 36 Zielformate umwandeln.

Man kann also beispielsweise ein Word-Dokument in HTML, eine LaTeX-Datei in EPUB oder eine HTML-Seite in ein OpenOffice-Dokument verwandeln. Das an sich ist schon eine phantastische Sache, die jeder zu schätzen weiß, der schon einmal einen Text aus einem Format in ein anderes umwandeln wollte. Doch seine eigentliche Macht entfaltet Pandoc, wenn man es zum zentralen Baustein einer Schreib- und Produktionsumgebung im Rahmen eines Single-Source-Publishingsystems macht.

Warum Calibre nicht zur eBook-Erstellung geeignet ist (und wann Sie es trotzdem einsetzen sollten)

Wer nach Möglichkeiten googelt, eine Textdatei in ein eBook-Format umzuwandeln, stößt schnell auf Calibre. Das kostenlos erhältliche Programm bietet eBook-Verwaltung und -Umwandlung in einem. Es wird gern “iTunes für eBooks” genannt. Und wirklich: Es erfüllt seinen Zweck tadellos. Nun muss man nur wissen, worin dieser Zweck besteht: nämlich Lesestoff irgendwelcher Art in ein auf dem eReader lesbares Format zu verwandeln. Das funktioniert mit Calibre bequem und auch für Einsteiger nachvollziehbar, deshalb lege ich die Software jedem eReader-Besitzer dringen ans Herz.

Vom Blog zum eBook: Neue Self-Publishing-Plattform You-Publish.com im Test

Die Idee, mit Blogtexten Geld zu verdienen, indem man sie in Form eines eBooks verkauft, ist nicht ganz neu. Am Jahresanfang habe ich schon mal sechs Wege aufgeschrieben, aus einem Blog ein eBook zu erzeugen. Auch das Jahrbuch 2013 zur Selfpublisherbibel ist auf diesem Weg entstanden.
Ein neuer Versuch in diese Richtung kommt nun aus Stuttgart. You-Publish.com verspricht “eine Plattform mit deren Hilfe Du Dein Experten Wissen innovativ, kreativ für die E-Book Erstellung nutzen und monetarisieren kannst.” Ich muss gestehen, dass mich die textlichen Fehler auf der Homepage etwas skeptisch gestimmt haben: Hier geht es doch schließlich um Bücher?

Kompliziert und bequem statt einfach und fehleranfällig: mit Softcover eBooks produzieren – für Techniker

Ein interessantes Konzept für die Produktion von eBooks verfolgt das Softcover-System: Hier hatten die Programmierer nicht das Ziel, den Prozess möglichst einfach zu gestalten. Wer Softcover nutzen will, braucht eine gewisse Lernkurve – und wird dafür mit einem bequemen und universellen Verfahren belohnt, das digitale Bücher als ePub, Mobi, PDF und HTML auswirft.

Softcover beruht auf der Programmierumgebung Ruby. Es ist bisher nur für MacOS und Linux verfügbar, die Unterstützung anderer Betriebssysteme ist aber geplant. Schon bei der Installation sollte man sich vor der Kommendozeile nicht fürchten. Das System läuft fortan als Server im Hintergrund. Das hat den praktischen Vorteil, dass man zum Beispiel auch problemlos ein Tablet als sekundären Bildschirm für die Ausgabe benutzen kann.