Das perfekte Autoren-Werkzeug: Hemingwrite, die Schreibmaschine der Zukunft

Geben wir es doch zu: Beim Schreiben am Computer werden wir dauernd von all den kleinen Dingen abgelenkt. “Pling”, eine neue E-Mail. “Klingklong”, eine Facebook-Nachricht. Ach, und wollte ich nicht noch schnell… Solche Ablenkungen vermeidet Hemingwrite, die Schreibmaschine des 21. Jahrhunderts. Das Gadget, bisher nur ein Prototyp, sieht wirklich vielversprechend aus:

  • Echte Schreibmaschinentastatur mit großen Tasten
  • Blendfreier, 6 Zoll großer E-Ink-Bildschirm
  • Akku mit sechs Wochen Laufzeit
  • WLAN- und Bluetooth-Funk eingebaut
  • Speichern der Texte über den Clouddienst Evernote und über Google Docs
  • Keinerlei andere Funktionen
  • 20 x 25 x 6 Zentimeter
  • ca. 1,8 Kilogramm Gewicht

Wann Hemingwrite erhältlich sein wird, steht leider noch in den Sternen. Interessenten können sich aber über die Homepage informieren lassen, wenn es so weit ist.

Hemingwrite_2

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

7 Kommentare

  1. Im Grunde ja eine nette Idee, aber an so vielen Stellen schlecht designed. Es gibt keine Funktion zur Korrektur ausser Backspace… wenn ich ein paar Sätze vorher mal was ändern möchte, komme ich da nicht mehr hin, ohne alles danach geschriebene zu löschen. Der Hersteller möchte das verkaufen als eine tolle Idee, um den Schreibfluss zu erzwingen. Ich würde gerne selber entscheiden, ob ich korrigieren möchte oder nicht. Und dann gibts noch nicht mal eine deutsche Tastatur. Deutsches Layout schon, aber eben nicht die passenden Tastaturkappen. Auch wenn man als geübter Schreiber selten auf die Tasten schaut, ab und an macht man es doch. Und inwiefern dann eine unpassende Tastenbeschriftung “distractionfree” sein soll, erschliesst sich mir nicht. Das ist wohl er “aufwandsfree” für den Hersteller, der den Aufwand einer Internationalisierung seines Produktes ob der zu erwartenden homöopathischen Verkaufszahlen nicht treiben will.
    Was also bleibt, ist eine kastrierte und nur beschränkt nutzbare Hardware in unhandlichem Gehäuse zu einem geradezu albern hohen Preis. Der galoppierende Erfolg beim Crowdfunding lässt sich nach meiner Meinung nur mit dem massenhaften Konsum bewusstseinserweiternder Drogen der Backer erklären 😉

  2. Ich sehe dabei ein Problem. Früher hatte man ja die schon fertigen Seiten auf einem Stapel neben sich. Bei dem Display sieht man nur einen ganz kleinen Teil des Werkes. Und als Autor muss man mehr im Blick haben, um z.B. Wortwiederholungen zu vermeiden.

  3. ??????
    Keine Schokoladetafel-Tastatur, sondern diese großen, schwer zu drückenden Tasten?
    Kein Internet zum Recherchieren????
    6 cm Höhe???? Wo passt denn so ein Ding rein?
    Nein, danke. Da wird’s wohl beim Prototyp bleiben, kann mir nicht vorstellen, dass das ein Verkaufsschlager wird 🙁

  4. Tolles Gadget für einen Vileschreiber wie mich. Bisschen groß aber schön anzusehen und die technischen Möglichkeiten sind auf der Höhe der Zeit.
    Bis dahin gibt es aber auch schon ein paar Lösungen im Netz, bei denen man ein leeres Blatt auf dem Bildschirm hat und nichts anderes anklicken kann.
    Aber die Hemingway ist schöner.

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