Die wichtigsten Tipps für Bilder und Cover

Das erste, was ein potenzieller Käufer von Ihrem eBook sieht, ist die Titelseite, das Cover. Deshalb sollten Sie darauf nicht unerhebliche Mühe verwenden. Wenn Sie nicht gerade ein Grafikgenie sind, holen Sie sich am besten Hilfe. Wenn Sie keinen Grafiker im Freundeskreis haben, helfen Ihnen Angebote wie cover-your-book.de, wo Sie um 50 Euro schon professionell wirkende Cover finden. Achten Sie darauf, dass auch im Miniatur-Cover, wie es in den typischen Amazon-Listings erscheint, das Motiv und der Name des Buchs gut erkennbar sind.

Ich selbst nutze gern 99designs.de. Hier wird es zwar teurer (ab 280 Euro), aber Sie bekommen von mehreren Grafikern aus aller Welt großartige Vorschläge. Damit das funktioniert, müssen Sie Ihre Vorstellungen allerdings auf Englisch formulieren können.

Technisch ist beim Cover nicht viel zu beachten. Es sollte idealerweise ein Seitenverhältnis von 1,6 haben (Höhe durch Breite). Mehr als 2500 Pixel in der Höhe sind nicht nötig. Für iTunes darf das im eBook eingebundene Cover maximal 2 Megabyte groß sein. Es schadet aber auch bei den anderen Anbietern nicht, sich an diese Grenze zu halten. Amazon berechnet Ihnen ja zum Beispiel den Datentransfer – je größer Ihr eBook (in Megabyte), desto geringer wird Ihr Honorar.

Wenn Sie Ihr eBook mit Bildern anreichern, brauchen Sie eine einfache Bildbearbeitungs-Software. Ich nutze hier Photoshop Express, aber es gibt da auch viele andere brauchbare Programme. Die Software muss Bilder im Grunde nur maßstabgerecht verkleinern können. Um die Größe des eBooks zu begrenzen (und wegen der Einschränkungen typischer eReader) würde ich für Bilder maximal 580 Pixel Breite und 780 Pixel Höhe empfehlen. iBooks Author ist ein anderer Fall – hier sollten Bilder idealerweise der Auflösung des iPad-Displays entsprechen, also maximal 2048 x 1536 Pixel mitbringen.

Belassen Sie den Bildern die Farben, seien Sie sich aber dessen bewusst, dass auf dem eReader nur 16 Graustufen zu sehen sind. In den Lese-Apps für Smartphones, Tablets und Computer kommen die Farben aber zur Geltung. Wählen Sie das Jpeg-Format.

Matthias Matting
  • Matthias Matting
  • Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

5 Comments

  • Kleine Ergänzung zum Thema. Unter http://www.indie-cover-shop.de/content/7-10-tipps-fuer-die-gestaltung-eines-buchcovers gibt es schon einige Tipps zur konkreten Cover-Gestaltung für Nicht-Grafiker. Die Tipps-Seite soll noch weiter ausgebaut werden, dann kommen konkrete Softwaretipps und Anwendungen dazu… Viele Grüße von Birte

  • Hallo,

    interessanter Beitrag. Hätte dazu noch ein paar Fragen / Anmerkungen.

    1. Warum ein Verhältnis von 1,6? Bei den 6″ eReadern, die wohl die am verbreitetsten sind (ohne Tablets natürlich) haben wir eine Größe von 600×800 px. Das gäbe ein Verhältnis von 1,3 … was ist nun der Vorteil von einem Seitenverhältnis von 1,6?

    2.

    Hat nicht Amazon eine Grenze von 127 kb für Cover? Daher werden die Cover beim Import nicht automatisch auf 127kb runterskaliert?

    3. Die Seite ist echt super … damit ich die aber in meiner LEsezeichenleiste besser finde wäre ein Favicon echt super!!

    • Das Verhältnis von 1,6 ist eine Anforderung von Amazon, siehe https://kdp.amazon.com/self-publishing/help?topicId=A2J0TRG6OPX0VM. Eine Cover-Begrenzung auf 127 kB gibt es nicht. Es ist aber durchaus sinnvoll, in der eBook-Datei ein kleineres Cover zu verwenden als in KDP. Das Cover ist auch eher für die Darstellung des eBooks auf den Anbieterseiten wichtig als für das eBooks selbst, wo es die wenigsten Leser zu sehen bekommen. eBooks werden automatisch NACH dem Cover “aufgeschlagen”.

      • Okay. Interessant.

        Seltsam. Unter https://kdp.amazon.com/self-publishing/help?topicId=AQY9VBML4LKPK steht:
        “Innerhalb von Kindle eBooks erfordern Bilder die meiste Dateigröße. Im Buchinhalt unterstützt das Kindle eBook-Format Bilddateien im JPEG- und GIF-Format bis zu je 127KB.”

        “eBooks werden automatisch NACH dem Cover “aufgeschlagen”.” – Jein. Der Sony prs t1 schlägt als erstes das Cover auf …

        • Das gilt für den Buchinhalt. Das Cover darf größer sein. Praktische Erfahrung 😉 Zu groß würde ich es aber schon wegen der Transferkosten nicht machen.

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