Hachette-Amazon-Streit: Amazon äußert sich erstmals offiziell

Nicht auf der Presseseite, sondern in einem Supportforum hat sich Amazon nun erstmals offiziell zum Streit mit Hachette geäußert. Dabei bleibt man insgesamt betont neutral. Zu den grundlegenden Fakten gehört:

  • Amazon kauft weniger „auf Vorrat“ von Hachette, weil man sich nicht über Lieferbedingungen einigen konnte (eBooks werden dabei nicht erwähnt).
  • Vorbestellungen für Hachette-Titel sind deaktiviert.
  • Man ist pessimistisch, dass sich daran bald etwas ändert.
  • Amazon hat Hachette die Gründung eines Autoren-Fonds angeboten, an dem sie sich mit 50% beteiligen würden, wenn der Verlag ebenfalls die Hälfte beisteuert.
  • Amazon betont, dass es das Recht jedes Händlers sei, Verhandlungen über Lieferbedingungen zu führen und die Präsentation von Produkten nach den Ergebnissen auszurichten.
  • Die gegenwärtige Situtation betrifft (in den USA) 11 von 1000 Bestellungen.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.