Neuer Service: Initialen für Ihr E-Book

In gedruckten Büchern sieht man oft am Anfang eines Kapitels hübsch herausgearbeitete Buchstaben, die so genannten Initialen. Auch im E-Book wirken diese edel, sind aber nicht ganz so leicht herzustellen. Den ersten Buchstaben einfach nur größer zu setzen, erfüllt diesen Zweck jedenfalls nicht (dazu in einem späteren Artikel mehr).

Seit heute bietet der Dienstleister Cumedio seinen Kunden an, Initialen (auch Drop Caps genannt) in alle konvertierten E-Books einzubauen. Der Nutzer kann dabei aus mehreren, zum Genre passenden Schriftarten wählen. Cumedio nutzt hier SVG-Dateien (Vektorgrafiken), die sich ohne Qualitätsverlust vom Nutzer vergrößern und verkleinern lassen. Sie funktionieren auf jedem gängigen E-Reader. Einziger Nachteil: im “Blick ins Buch” werden sie bei Amazon derzeit nicht angezeigt, falls kein Taschenbuch verfügbar ist.

Exklusiv für die Leserinnen und Leser der Selfpublisherbibel verlost Cumedio eine kostenlose eBook-Erstellung inkl. Initialen für ein belletristisches Werk aus der Kategorie “Standard”. Um an der Verlosung teilzunehmen, schenken Sie Cumedio bis zum 15. November ein Like auf Facebook unter facebook.com/cumedio oder nutzen das Kontaktformular (Stichwort: Self-Publisher-Bibel) unter www.cumedio.de. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

3 Kommentare

  1. Hallo Jürgen.
    Vielen Dank für dein Feedback. Ich empfinde deinen leicht aggressiven Tonfall als etwas unpassend, interpretiere es aber als einen (etwas missglückten) Versuch, in den Diskurs treten zu wollen. Ich möchte dir auf deine “Fragen” gerne antworten.

    Du hast vollkommen recht – in einem PDF hat der Verlag eine sehr gute Kontrolle über das schlussendliche Aussehen des Textes. Ein eBook hingegen gibt der Leserin/ dem Leser einen größeren Freiraum – Schriftart, Seitenränder und Linienhöhe können verändert werden. Das stellt uns als Gestalter vor eine Herausforderung. Wir müssen also einen Weg suchen, die Freiheiten der Nutzer zu respektieren (und zu befürworten), wollen aber dennoch ein für das Buch individuelles und ansprechendes Layout produzieren.

    Initialen sind eine schöne Option, in das Kapitel einzuführen. Durch die Wahl einer geeigneten Typografie können wir die Leserin in den Text einführen, eine Erwartungshaltung hervorrufen und bereits durch den “optischen Reiz” in ein Setting “zeichnen”.

    Es gibt verschiedene Wege, Initialen in ein eBook einzufügen – mit Vor- und Nachteilen. Wir haben die unterschiedlichen Möglichkeiten geprüft und uns für eine, aus unserer Sicht, gute Lösung entschieden. Als einen “Knieschuss” empfinden wir diese Lösung keinesfalls. Die Initialen sind relativ zum Textkörper programmiert, so dass sie mit der Größenveränderung der Schrift (und der individullen Einstellung des Lesers) “mitwachsen”. Das relative Verhältnis bleibt bestehen und das Layoutkonzept ist nicht gefährdet. Ein Erfolg ist also nicht dem Zufall überlassen, wie du es befürchtest.

    Über CSS lassen sich Initialen tatsächlich umsetzen. Durch die verschiedenen Lesegeräte mit unterschiedlichen Restriktionen ergeben sich hier aber Problematiken, so dass wir von diesem Weg abgesehen haben. Dazu an anderer Stelle mehr: Matthias hat mich gebeten, hierzu einen Artikel zu schreiben, der in einiger Zeit erscheinen soll. Als Fan der Selfpublisherbibel wirst du ihn wahrscheinlich lesen und wir können das Thema dann erneut diskutieren.

    An einem Gedankenaustausch bin ich immer interessiert – schließlich haben wir alle hier ein gemeinsames Ziel: Möglichst schöne und besondere eBooks zu erstellen.

    Herzliche Grüße

    Sebastian

  2. Halte ich für einen Knieschuss, der nicht einmal eine praktikable Übergangslösung ist.
    Warum? Ganz einfach: SVG ist kein Buchstabe, und wenn man es noch so sehr dreht und wendet.
    Bei einem PDF, das man unter eigener Kontrolle hat, kann man mit Graphiken spielen, bis der Arzt kommt. Bei einem Flusstext, dessen Darstellung letztlich einer Kombination aus Leseverhalten, Hardwarestatus und Tageslaune unterworfen ist, ist ein Erfolg eher Zufall.
    Also entweder schaffe ich es, ein vernünftiges CSS für den Einzelbuchstabe zu entwerfen oder ich lasse es lieber.

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