Aktueller Lesetipp zum Self Publishing

Falls es jemand verpasst hat: Ich durfte bei ZEIT online meine Sicht des Phänomens Self Publishing darstellen. Der Artikel heißt “Verlegen in der Parallelwelt” – und wird wohl noch eine Weile aktuell bleiben.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

Ein Kommentar

  1. Worauf beruht denn die Annahme, dass sich der Direktverkauf des Autors an den Leser nicht durchsetzen wird? Klar, eine einzige Quelle für den Bezug von E-Books reicht völlig aus, aber diese Quelle (oder besser gesagt „Anlaufstelle“) könnte in Zukunft auch einfach eine E-Book-Angebot-Suchmaschine sein, oder eine offene Plattform, wo die Angebote der Autoren zwecks Direktverkauf lediglich eingebettet werden, sodass der Handelsrabatt in selber Höhne ebenfalls wegfällt. Die „Leistung“ des größten E-Book-Händlers Amazon besteht ja auch nur lediglich darin, Angebote auf ihrer Webseite zu verzeichnen, und weil sie historisch gesehen die ersten waren, wird dieser Vorteil mittlerweile längst dafür ausgenutzt, Lock-in-Effekte für den Kunden und damit für Autoren zu erzeugen, um den technisch völlig unbegründeten Handelsrabatt in selber Höhe für sich aufrecht erhalten zu können. Wenn dazu aber keine Alternative entsteht, diktiert der Händler den Handelsrabatt fernab wirklicher Gegenleistung, was weder im Sinne des Autors noch im Sinne des Lesers sein kann. Der Buchhändler der Zukunft muss sich im digitalen Bereich als Empfehler und Marketing-Dienstleister positionieren, denn digital entfällt seine herkömmliche Rolle der Distributionslogistik komplett. Und ja, die Verknüpfung des Digitalen mit dem Physischen macht ebenfalls für den Buchhändler der Zukunft extrem viel Sinn, dem lediglich die Ellenbogenmentaltität von Rechteverwertern und exklusivistischen Online-Händlern entgegensteht, worauf Autoren nur allzu willig eingehen – im Endeffekt zu ihrem eigenen Nachteil und zu dem ihrer Leser.

    Die Zeit verzichtet wohl auf Kommentare sämtlicher Leute, die bei ihrer Webseite keinen Account angelegt haben (wie ich zum Beispiel), deshalb kommentiere ich hier.

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