Aus jedem Format mit einem Klick zum Druck-PDF und zum eBook

(Foto: Depositphotos.com/zffoto)
(Foto: Depositphotos.com/zffoto)

Der Hamburger Dienstleister Tredition will zur Frankfurter Buchmesse ein Online-Tool vorstellen, das aus jeder Art von Ausgangsmaterial (ePub, Word…) mit einem Klick ein druckfähiges PDF sowie eBook-Formate erzeugt. Das kündigt die Firma in einer Pressemitteilung an: “Auf tredition.de können Autoren ihren Buchinnenteil in den verschiedensten Ausgangsformaten hochladen und in wenigen Schritten automatisch in ein korrekt gesetztes, druckfähiges Buch sowie in alle gängigen e-Book-Formate umwandeln lassen.”

Dafür komme ein selbstentwickelter Online-Konverter zum Einsatz, der ePub-Dateien, Word-Dokumente (selbst unformatiert) oder sonstige Textformate automatisch in einen professionellen Buchblock umwandelt. “Dabei stehen je nach Genre verschiedene Formatierungsstile zur Auswahl (Roman, Sachbuch, Fachbuch etc.).” Anschließend können Autoren den Buchblock bei Bedarf noch bearbeiten.  Verlage können ein individuelles Design hinterlegen und so das Ergebnis an die eigenen Layout-Maßstäbe anpassen.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

7 Kommentare

  1. Naja, vielleicht haben die sich mal die Mühe gemacht, sämtlichen Dokumenten-Formatierungs-Firlefanz halbwegs für einen Buch-PDF-Generator zu übersetzen, was vielleicht für die Mehrzahl von Fällen unter großem Aufwand funktionieren kann, im Gegensatz zu einem semantischen Verfahren aber immer hinter den technischen Möglichkeiten der automatischen Verarbeitung zurückbleiben wird.

    Wenn die Kosten für die Entwicklung solcher Software auch noch auf den Autor oder die Leser umgelegt werden, dann zahlen diese letztendlich für ihr eigenes Unvermögen, den Text gleich von vornherein auf eine vernünftige Art und Weise in ihr Schreibprogramm einzutippen und alle Konvertierungen (Print, E-Book, Webseite, was auch immer) auf Knopfdruck geschenkt zu bekommen.

  2. Ha!

    Bin jetzt nochmal dem Link hier im Artikel gefolgt, er führt nun zu selfpublishing-markt.de (war das vorhin schon so?) und von dort führt der Link ins Leere, weil ein Doppelpunkt fehlt (https//tredition.de). Vorhin kam ich definitiv auf eine andere Seite.

    Wenn Du noch nie für tredition geschrieben hast, nehm ich es natürlich sehr gern zurück, denn es stieß mir tatsächlich sauer auf.

    1. Ich habe am Artikel nichts verändert (kannst du im Google-Cache prüfen). Auch die Einträge bei selfpublishing-markt.de schreibe nicht ich, die pflegen die Dienstleister selbst, also für den fehlenden Doppelpunkt kann ich nichts 😉

  3. Ich weiß nicht… Die ganze Meldung klang interessant, bekam aber für mich einen faden Beigeschmack. Denn die FAQ auf der Webseite der angepriesenen Firma “tredition” ist ausgerechnet mit “Geschrieben von mmatting ” gekennzeichnet, genauso andere Artikel dort. Ist die Meldung hier nun nichts anderes als Werbung für eine Sache, in die der Autor selbst verquickt ist? Das alles tut gerade der Transparenz, die ich dieser Seite hier zutraute, gewaltigen Schaden. Jedenfalls bei mir.

  4. 2014 und immer noch versprechen Dienstleister die 1-Klick-Lösung. Aus einer Vorlage ein PDF exportieren kann jedes Pipifax-Programm, das ist die Pflicht. Die Kür, daraus ein druckfähiges PDF zu machen, aus dem einmal ein richtiges, lesbares, professionelles Papierbuch werden soll, beherrschen nur Menschen/Profis in Kombination mit dem richtigen Werkzeugen und viel Erfahrung. Schon das teuerste Programm überhaupt (Adobe Indesign) scheitert gnadenlos wenn es darauf ankommt: Bildunterschriften, Absatzkontrolle, lesefreundliche Silbentrennung und und und … und genauso sehen dann die Ergebnisse aus…

  5. Mit Papyrus klappt das auch gut und die meisten Schreibprogramme speichern inzwischen als pdf 😉 Wobei es halt immer so ist, dass es die perfekte Konvertierung mit dem perfekten Layout nur gibt, wenn man einiges an Zeit investiert (Konvertieren reicht nicht, da müsste man über die Formatierung noch einmal manuell drübergehen) und auch Geld für gute Layoutprogramme. Aber es wird diejenigen freuen, die nicht gern mit Druck-Formatvorlagen arbeiten.

Kommentare sind geschlossen.