BasteiLübbe will sich von Selfpublishing-Distributor Bookrix trennen

So richtig viel Spaß hat BasteiLübbe mit dem digitalen Geschäft noch immer nicht. Der am 14. Juni veröffentlichte Geschäftsbericht 2017/2018 weist bei einem Umsatz von ca. 140 Millionen Euro einen Verlust (EBIT) von 18 Millionen Euro aus. Als Ursache dafür nennt das Unternehmen unter anderem “außerplanmäßige Wertminderungen bei weiteren Beteiligungsgesellschaften”.

Die Pressemitteilung führt diese weiteren Beteiligungen noch separat auf – der Absatz hält auch eine Überraschung bereit: “Im Geschäftsjahr 2017/2018 belasten Einmaleffekte das Ergebnis ganz massiv. Aus den außerplanmäßigen Wertminderungen bei den Beteiligungs- und Tochterfirmen oolipo AG, BookRix GmbH & Co. KG, Beam Shop GmbH und B + M Entertainment GmbH, ergibt sich insgesamt eine Belastung von rund EUR 5,5 Mio. Der Vorstand hat sich nach einer strategischen und wirtschaftlichen Analyse in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat entschieden, sich von diesen Beteiligungen zu trennen.”

Die BasteiLübbe AG hatte Bookrix vor nunmehr gut vier Jahren übernommen. Zu konkreten Verkaufsplänen ist derzeit nichts bekannt.

Matthias Matting
  • Matthias Matting
  • Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

One Comment

  • Wenn man sich den BAstei-Börsenkurs ansieht (von 8 auf 2 Euro in den letzten Jahren), fragt man sich, wie lange sie überhaupt noch selbständig bleiben können. Eigentlich müssten die längst Übernahmekandidat sein, bei dem, was die an Börsenwert vernichtet haben.

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