Buchreport empfiehlt ab Herbst Selfpublisher in eigenem Indie-Katalog

Buchreport_Magazin

Der Buchreport (gehört zur Spiegel-Gruppe) plant für das Herbstprogramm 2015 in seinem bisher auf unabhängige Verlage fokussierten Indie-Katalog auch einen Selfpublisher-Schwerpunkt. Darin werden außer einem kleinen redaktionellen Teil (zu dem auch die Selfpublisherbibel beitragen wird) erstmals Anzeigenplätze verkauft.

Der Selfpublishing-Schwerpunkt soll die Struktur eines künftigen eigenen Selfpublisher-Katalogs aufzeigen, und zwar mit:

  • Redaktionellem Teil mit Artikeln zur Indie-Szene. Themen-Beispiele: Wie der Buchhandel und Selfpublisher fruchtbar zusammenarbeiten. / Vom Selfpublisher zum Verlags- oder Hybridautor
  • Bezahlten Annotationen von Selfpublishing-Titeln, je nach Größe/Umfang zwischen 99 € (Medium) und 149 Euro (Premium) (Netto-Einführungspreise)
  • Rezensionen redaktionell ausgewählter Selfpublishing-Titel

Die Hoffnung dahinter ist klar: Selfpublishern eine Brücke in den Buchhandel zu bauen. Buchhändler können dann mit Hilfe des Katalog einfacher interessante Selfpublishing-Titel (etwa mit regionalem Bezug) finden und bestellen. Dazu müssen diese natürlich auch bestellbar sein: Die Chance, mit einem CreateSpace-Titel hier unterzukommen, dürfte eher gering sein.

Das Buchungssystem soll in den kommenden Tagen freigeschaltet werden. Der Katalog erscheint im Juli zusammen mit dem Buchreport-Magazin. Später soll der Katalog durch eine Website ergänzt werden, die “den Dialog zwischen Selfpublishern, Buchhandlungen und Verlagen intensivieren soll.”

Matthias Matting
  • Matthias Matting
  • Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat ĂĽber 50 BĂĽcher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. FĂĽr sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der MĂĽnchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet auĂźerdem als Kolumnist fĂĽr das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor fĂĽr SPACE, Federwelt und Telepolis. SchlieĂźlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

5 Comments

  • FĂĽr E-Books rausgeworfenes Geld.

    • Da Buchhändler die Zielgruppe des Katalogs sind, sollte man tatsächlich ein via VLB lieferbares gedrucktes Buch haben.

  • Das sind ja gute Neuigkeiten fĂĽr Selfpublisher! 🙂

    Aber warum sind die Chancen, mit einem Create-Space-Titel unterzukommen, gering?

    • Weil Buchhändler nichts bei Amazon bestellen.

      • ach ja, klar … soweit hatte ich gar nicht gedacht.

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