KindleUnlimited-Quoten für Januar: Nur noch 0,33 Cent pro Seite

Nach 0,3893 Cent im Dezember sanken die Quoten für gelesene Seiten bei KindleUnlimited im Januar noch ein ganzes Stück weiter – damit ist nun auch klar, warum Amazon KENPC 2.0 einführen musste. Die Abrechnung, heute trotz offiziellen Feiertags in den USA erstellt, zeigt es: Mit 0,3328 Cent pro Seite ist im Januar ein echter Tiefpunkt erreicht, verglichen etwa mit Juli, wo noch 0,53 Cent gezahlt wurden.

Im weltweiten Vergleich sieht es in Deutschland damit gar nicht so schlecht aus. Die Quote in Großbritannien ist fast identisch; in den USA gibt es drei Hunderstel Cent mehr. Die Zahlen lägen wohl noch deutlich niedriger, hätte Amazon den Fonds nicht von 12,4 auf 13,8 Millionen Euro angehoben. Daraus ergibt sich, dass weltweit in KindleUnlimited fast 4 Milliarden Seiten gelesen worden sein müssen – im Dezember waren es noch 3 Milliarden.

  • Deutschland: 0,3328 Cent (€)
  • Großbritannien: 0,2619 Pence = 0,3376 Cent (€)
  • Frankreich:  0,4077 Cent (€)
  • Spanien: 0,4077 Cent (€)
  • Italien: 0,4077 Cent (€)
  • Niederlande: noch keine Zahlen
  • USA: 0,4115 Cent (US) = 0,3692 Cent (€)
  • Kanada: 0,4763 Cent (CA) = 0,309 Cent (€)
  • Indien: noch keine Zahlen
  • Brasilien: 0,010902 BRL = 0,2452 Cent (€)
  • Mexiko: noch keine Zahlen
  • Japan: 0,7412 JPY = 0,58 Cent (€)
  • Australien: noch keine Zahlen

Leider fehlen mir für einige Länder noch Zahlen. Wenn Sie dort KU-Umsätze hatten: bitte mitteilen!

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Kategorisiert in Amazon, News

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

9 Kommentare

  1. Wird einfach nur Zeit, dass Amazon zuverlässig den Missbrauch unterbindet. Und vielleicht nicht immer erst dann, wenn das System spürbar drunter leidet, sondern auch mal vorher. Ich fürchte nur, dass bei solchen Aktionen dann wie immer auch oder gar vornehmlich Unschuldige getroffen werden …

  2. Die Frage ist doch: Wohin geht die Reise? Alles strebt hin zu flat; von Flatrate-Urlaub bis hin zu Flatrate-Sex. Ich würde mich nicht wundern, wenn die Zielmarke pro Buch (Durchschittswert) in nicht allzuferner Zukunft irgendwo zwischen 50 und 60 Cent liegt. Ändern sich dann noch einige andere Rahmenbedingungen (zum Beispiel weitere Zunahme deutscher Übersetzungen aus dem angelsächischen Raum), dann werden aus hiesigen Autoren Schreibknechte.

    Achim

    1. Die Leser wollen es günstig und zu verdanken haben wir es Amazon. Einfach nicht mehr bei Amazon kaufen, sondern woanders. Aber die Leute kennen ja kaum noch was anderes außer Amazon. Also ich verkaufe mich nicht unterm Wert und es wundert mich nicht, das normale Verlage nein zu Unlimited sagen.

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