Netgalley: Verteil-Service für digitale Rezensionsexemplare kommt nach Deutschland

Der Rezensionsdienst Netgalley kommt nun auch nach Deutschland – und zwar in einer Kooperation mit der Digitalsparte des Ullstein-Verlags.

In den USA gehört Netgalley zu den bekannteren Optionen, Rezensionsexemplare an Viel-Leser oder Blogger zu vergeben. Ein Listing kostet dort etwa 400 Dollar für sechs Monate – dafür erhalten lesende Teilnehmer kostenlos die Möglichkeit, das eBook (auf Wunsch mit Adobe-DRM) herunterzuladen. Sowohl Verlage als auch Autoren dürfen buchen.

Die deutschsprachige Netgalley-Betaversion spricht hingegen zunächst nur Verlage an. Allerdings soll der Service auch auf Selfpublisher ausgeweitet werden. Ob sich das lohnt, wird man sehen. Bei ähnlichem Preis wie in den USA würde sich Netgalley zwischen Bloggdeinbuch.de (um die 200 Euro) und Vorablesen.de (ab 750 Euro, Printbücher) einordnen.

Leser können sich bei dem Service generell kostenlos anmelden. Für ein kostenlos erhaltenes eBook eine Rezension zu schreiben, ist nicht Pflicht. Verlage können jedoch sehen, welches Mitglied regelmäßig Rezensionen verfasst hat. Außerdem liegt es in der Hand des Verlags, welche Bewertungen er zur Netgalley-Detailseite seines Titels hinzufügt.

Eine bereits verfügbare, kostenlose Alternative zu Netgalley wäre rezi-suche.de.

Matthias Matting
  • Matthias Matting
  • Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

One Comment

  • Die haben doch einen Knall bei den Preisen. Wieso will eigentlich jede Klitsche erst einmal reich werden.
    Ich bezahle doch nicht 100+ Euro im Monat, damit ich eventuell(!!!) ein paar Blogger mit meinen Büchern beglücken kann.
    Journalisten kann man damit nicht erreichen, die haben ihre Bezugsquellen, weil sie sonst nur noch von Amateuren gespammt werden würden.
    Und Blogger erreicht man am besten über eine direkte Ansprache.

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