Neues Onlinetool: Pick One – oder: ich kann mich nicht entscheiden

Das rote oder das blaue Cover? Das Titelbild mit dem Menschen oder das mit der Fee? Das neue Online-Tool “Pick One” hilft, sich zwischen mehreren Varianten eines Bildes zu entscheiden. Statt die Kandidaten etwa bei Facebook oder bei Cover-Bewerten.de hochzuladen und auf Bewertungen und Kommentare zu warten, erzeugt man bei Pick One eine Abstimmung.

Die Funktionsweise erinnert an das Termin-Tool Doodle, das heißt, Sie müssen sich nicht registrieren, sich dafür aber die speziellen Links Ihres Votings merken. Als Admin schlagen Sie nur eben keine Termine vor, sondern laden zwei oder mehr Bilder hoch und geben eine kurze Beschreibung ein. Das müssen nicht zwangsläufig Cover sein (Sie könnten ja auch über Ihr nächstes Auto, Ihr nächstes Hotel oder Ihren nächsten Partner abstimmen lassen) – aber als Autor/in ist das wohl die am, äh, nächsten liegende Anwendung.

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Die aktuelle Beta-Version ist noch komplett in Englisch. Die Seite soll aber demnächst auch übersetzt werden. Seine Funktion erfüllt Pick One jetzt schon. Nach meinem Geschmack sogar zu gewissenhaft, denn ich kann wirklich nur eine Variante aussuchen. Bei den Cover-Abstimmungen von 99Designs etwa kann ich auch eine Reihenfolge festlegen: Dieses ist toll, jenes geht auch und das da auf keinen Fall. Und wenn ich beide Bilder stockhässlich finde, kann ich das zwar im Kommentarfeld eingeben, muss aber trotzdem eins von beiden favorisieren.

Schön wäre es auch, wenn die Seite Mehrfach-Abstimmungen etwas schwerer machen würde. Derzeit kann ich den Abstimmungs-Link beliebig oft aufrufen. Das setzt voraus, dass alle Teilnehmer gutwillig sind. Ich glaube ja an das Gute im Menschen – die Erfahrung mit Abstimm-Tools sagt mir aber, dass einer von 100 Nutzern aus irgendeinem Grund gern manipuliert. Fans können ja auch manchmal durchaus hartnäckig sein. Vielleicht könnte man zumindest anhand der IP filtern oder aber optional (als Veranstalter der Abstimmung) eine Registrierung des Abstimmenden fordern. Für die Zukunft sind jede Menge Ausbaumöglichkeiten vorhanden – ich denke da z.B. an eine Cover-Analyse wie bei der Leserkanone.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

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