Wann und wie darf ich Marken und Namen in meinem Buch verwenden?

“Am Nachmittag checkte er in dem heruntergekommenen Hilton in … ein. Im Gang der 19. Etage zog er seine Nike(R)-Turnschuhe aus und erschlug damit den Sänger der Boyband …, der gerade aus dem Zimmer seines heimlichen Liebhabers kam.”

Der Satz enthält drei Fehler im Umgang mit Namen und Marken – haben Sie sie erkannt? Doch zunächst ein paar beruhigende Worte: Sehr wahrscheinlich müssen Sie an Ihrem Buch nichts ändern. Sie dürfen sowohl die Namen von Personen aus der Öffentlichkeit verwenden als auch Begriffe, die von Firmen als Marken eingetragen wurden. Das kann auch absolut sinnvoll sein – es ist eben ein Unterschied, ob jemand mit Gucci- oder Bogner-Tasche durch die Welt läuft. Ihre Figuren dürfen einen BMW lenken, bei Aldi einkaufen oder mit einer Bosch-Bohrmaschine jemanden umbringen. Und wenn die Protagonistin durch New York fährt, wirkt es glaubwürdiger, wenn sie dem echten Präsidenten begegnet als einem erfundenen Namen. Sie dürfen beschreiben, wie man unter Windows einen neuen Benutzer anlegt oder einen alten VW repariert, und Sie dürfen Samsung- und Apple-Handys testen und vergleichen. Bei einem weitgehend neutralen, sachlichen Gebrauch machen Sie keine Fehler. Sie dürfen auch Ihre Meinung über die mit den Marken bezeichneten Objekte (oder auch über Personen) kundtun. Aber was können Sie dann falsch machen?

Was darf ich über Marken und Personen schreiben?

Kurzgefasst: Ihre Meinung und zutreffende Tatsachen. “Nike-Schuhe sind zu teuer” ist eine Meinung. “Nike-Schuhe sind immer teurer als Adidas” ist eine Tatsachenbehauptung, die wahrscheinlich nicht zutrifft. Der Unterschied zwischen Tatsachenbehauptung und Meinung ist leicht herauszufinden: Eine Tatsachenbehauptung lässt sich beweisen (oder widerlegen). Sie sollten also in der Lage sein, den Beweis anzutreten. Wenn ein Mensch wegen einer Straftat verurteilt wurde, gilt das als Beweis. Vorher dürfen Sie ihn aber z.B. nicht “Steuerhinterzieher” nennen. Wenn das Liebesleben des Boyband-Sängers durch sämtliche Zeitungen gegangen ist, können Sie darauf Bezug nehmen. Aber Sie können ihm nicht einfach eine Affäre unterstellen.

Eine Meinung ist nicht beweisbar, es ist eben Ihre Meinung, die auch durchaus kritisch sein darf. Es darf allerdings weder eine Beleidigung noch eine Verleumdung oder üble Nachrede sein – das sind Straftaten. Und es muss Leser*innen klar sein, dass Sie eine Meinung äußern und keine Tatsachenbehauptung. “Das Hotel X in Y ist heruntergekommen” ist eine Tatsachenbehauptung. “Mir kommt das Hotel X heruntergekommen vor” ist eine Meinung.

Darf ich mich über Marken und Personen lustig machen?

Wenn es als Satire erkennbar ist – ja. Sie sollten allerdings nicht die Schwelle zur Beleidigung überschreiten (siehe Erdogan). Wo die sich befindet, entscheidet im Zweifel ein Gericht.

Muss ich Marken irgendwie kennzeichnen?

Nein. Das “(R)” oder “(TM)”, das man manchmal hinter Markennamen sieht, ist völlig unnötig. Eine Marke ist eine Marke, egal ob Sie sie kennzeichnen. Das gilt auch für Sätze wie “Windows ist eine Marke der Firma Microsoft” im Impressum – weglassen!

Kann ich mich mit Disclaimern absichern?

Disclaimer helfen nicht, sie schaden eher, denn sie zeigen im Zweifel, dass Sie beim Verwenden der Marke Unrechtsbewusstsein besessen haben.

Sollte ich beim Inhaber der Marke fragen?

Fragen kostet nichts. Aber Sie werden sehr selten eine befriedigende Antwort erhalten. Markeninhaber versuchen oft stärker, ihre Marke zu schützen, als es das Gesetz vorsieht, also werden Sie im Zweifel ein “Nein” erhalten. Wenn Sie sich dann nicht daran halten, ist Ärger vorprogrammiert, obwohl Sie theoretisch im Recht wären.

Darf ich Marken auf dem Buchtitel verwenden?

Das ist schwierig – eher nicht. Wenn Sie versuchen, von der Bekanntheit einer Marke zu profitieren, ist das wettbewerbsrechtlich problematisch. Dasselbe gilt, wenn Sie den Anschein erwecken, Ihr Buch sei vom Besitzer der Marke unterstützt. Eine neutrale Verwendung im Sachbuch ist allerdings unkritisch: “Die besten Tipps für Windows”, “Wie Nike die Sportwelt eroberte” oder “Mit dem iPhone fotografieren” wären erlaubte Titel.

Darf ich Namen meiner Verwandten benutzen?

Bei Personen, die nicht von öffentlichem Interesse sind, geht das Persönlichkeitsrecht vor. Ohne Genehmigung dürfen Sie z. B. in einer Autobiografie andere Menschen nur so beschreiben, dass diese nicht erkennbar sind. Das kann bei besonderen Schicksalen sehr schwierig sein.

Haben Sie weiter Fragen? Dann gern kommentieren. Siehe hierzu auch ein Artikel von Hans-Peter Röntgen mit weiteren Beispielen.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

90 Kommentare

  1. Hallo Herr Matting,
    vielen Dank für den guten Artikel, was Marken und Namen betrifft. Ich habe in meinem aktuellem Projekt ein Kapitel, bei dem ich mir nicht sicher bin, was Namen und Personen betrifft. Folgender Sachverhalt: Meine Protagonistin und ihr Mann sind bei einem Stadionkonzert. Das Konzert hat es in der Realität gegeben. In der Handlung lasse ich einige Songs, die Bühne, die Sängerin und die Show auf meine Protagonistin wirken. Bis hier sehe ich kein Problem. Auch nicht den Namen der Sängerin im Text zu nennen.
    Aber, die Sängerin wird auf meine Protagonistin aufmerksam (steht in der ersten Reihe) und ab diesem Moment wird aus dem realen Konzert ein fiktives, was es so nie gegeben hat. Sie hat die Chance auf die Bühne zu kommen und mit der Sängerin im Duett zu singen. Die real existierende Sängerin wird zu einer Nebenperson in der Handlung. Ich lasse sie handeln und gebe ihr Dialoge vor. Ein Ausweg wäre, einen frei erfundenen Namen für die Sängerin zu verwenden. Spätestens bei den Songs, der Bühne und der Show wäre klar, wer die Sängerin ist; so viel kann ich gar nicht verändern, und trotzdem noch dieselbe Wirkung erreichen. Zudem hat dieses Kapitel eine dramaturgische Bedeutung im gesamten Text und ich greife im Text immer wieder auf Songs aus den 80ern bis heute und aus unterschiedlichsten Genres zurück. Der Leser wird sie in der Regel sofort erkennen und dann taucht aufeinmal eine völlig unbekannte “Ute Maier” als Sängerin auf und füllt ein Stadion.

    Was tun?

    Viele Grüße und vielen Dank
    Dietmar

  2. Hallo Herr Matting, braucht man für den Abdruck von Werbepostern und Markenlogos (Nestle, True Fruits und so) für ein Sachbuch mit 1000er Auflage die Druckrechte? Im Text wird dezidiert darauf Bezug genommen. Danke für einen Hinweis!

  3. Hallo Matthias,
    danke für diesen schon sehr aufschlussreichen Artikel. Aber ich bin mir leider bzgl. meines Buches noch sehr sicher.
    Ich schreibe gerade ein Buch über ein Amateur-Jazz-Sextetts in den 60er Jahren, deren Mitglied ich war. Wir waren min. 5 Jahre weit über unsere Heimat hinaus bekannt und erfolgreich, wurden auf Plakaten beworben, sind auf mehreren Compilations zu hören, haben internationale Festivals gewonnen, vor Staatsgästen gespielt und es gab ausführliche Berichterstattungen in Presse und Fernsehen über uns. Ich schildere auch Anekdoten über Schwächen und Stärken aller Mitglieder, wie ich sie erlebt habe. Die Erbin eines Mitglieds möchte nun die Veröffentlichung verhindern. Sie untersagt mir den Namen ihres Vaters zu nennen oder jegliche Fotos mit ihm zu zeigen.
    Frage an Dich: Ist ihr Vater nicht eigentlich damals eine öffentliche Person gewesen und kann ich bereits veröffentlichte Fotos einfach erneut abdrucken? Nützt es, ihren Vater im Buch umzubenennen – obwohl dann trotzdem jeder weiß um wen es sich handelt?
    Liebe Grüße und herzlichen Dank im voraus.

  4. Hallo Matthias,

    ich schreibe gerade eine fiktive Geschichte, in welcher ich kurz meine private Arbeitsstelle aufgreifen will. Die Geschichte würde ich in einem Geschichten-Archiv posten. Daher wollte ich fragen, ist es mir erlaubt das zu tun oder sollte ich mir eher eine fiktive Arbeitsstelle ausdenken?

    Viele Dank und liebe Grüße
    Martin

  5. Hallo Matthias,
    ich möchte gerne ein Buch (sowohl physisch wie auch als E-Book) zum Thema Windows veröffentlichen. Dort zeige ich mit vielen Screenshots wie man bestimmte Funktionen aktiviert und benutzt.
    Ist das ohne die Erlaubnis von Microsoft möglich?

  6. Hallo,

    darf ich, wenn ich eine fiktive Geschichte schreibe, Firmennamen, anderweitig geschützte Namen oder Namen von Personen des öffentlichen Lebens verwenden, wenn diese in der fiktiven Geschichte sehr negativ konnotierte Dinge tun aber die Geschichte eindeutig als fiktiv zu erkennen ist, und wenn zwar nicht die Firmen oder Personen, jedoch die negativen Handlungen im Mittelpunkt der Geschichte stehen?
    (z.B. der Satz “Firma XY hatte den gesamten Ozean leer gefischt.”)

  7. Guten Tag,
    Ich möchte Bücher über diverse Automarken schreiben, welche mit wenig Text und vielen Bilder/Fotos gefüllt sind.
    In der Art eines coffee table book.
    Auf dem Band eines jeden Buches, möchte ich das Logo und den Namen der Automarken abbilden.
    Wie sieht das rechtlich aus? Muss ich ein Einverständnis bei den Marken einholen?
    Bilder für den Inhalt gibt meines Wissens nach, im Internet zu erwerben.

  8. Und noch ne Frage: Ich schreibe ein Buch über Fußball, welches in erster Linie auf Statistiken fokussiert ist. Hierbei wird jede der betroffenen über 1.000 Deutschen Fußballmannschaften, existente und nicht mehr existente auf einer eigenen Seite vorzugsweise in tabellerischer Form behandelt. Natürlich sind auch die aktuellen Vereine aus den ersten drei Ligen dabei. Darf man die Vereinswappen und die Vereinsnamen verwenden?

  9. Hallo,

    ich hab mir die Kommentare alle durchgelesen und vermute daher, dass es bei mir in Ordnung geht.
    Ich frage aber trotzdem lieber einmal nach:

    In meiner Kurzgeschichte ist der Hauptprotagonist eine Katze namens ‘Gandalf’. Wäre das im Falle einer Veröffentlichung problematisch oder eher nicht?

  10. Ich beschäftige mich auch gerade mit diesem Thema. Bei meiner Buchidee trifft die Protagonistin eine berühmte (bereits verstorbene) Persönlichkeit im Traum und unterhält sich mit ihr. Dabei versuche ich mich an der realen Einstellung der Person zu orientieren, aber natürlich lege ich der berühmten Persönlichkeit auch Worte in den Mund. Wäre das in Ordnung?

      1. Ja, das schon. Aber darf man mit Prominenten im Traum alles machen? Und darf man dann auch damit werben? Also so in der Art: “In diesem Buch trifft Protagonistin X Promi Y im Traum und bekommt eine neue Sichtweise auf das Leben.”?
        Und wie sieht es damit aus, wenn erst gegen Ende des Buchs klar wird, dass es ein Traum ist? Oder mache ich mir da zu viele Gedanken?
        Vielen Dank für deine Antwort!

  11. Hallo Matthias,
    ich habe ebenfalls eine ähnlich geartete Frage. Sie betrifft zwar nicht die Marken-Nennung im Buch, aber ich bin mir dennoch nicht sicher, ob ich in einem Krimi z.B. eine in der Realität ortsbekannte (jedoch keine politische) Person umbringen lassen darf (sie soll quasi ermordet werden). Ich würde auch das Umfeld der Person/Opfer etwas verändern und natürlich den Namen ändern. Dennoch wüsste jeder, der im Umkreis wohnt, wer damit gemeint ist. Kann ich da eine Anzeige von dieser “echten” Person riskieren oder anderen Ärger bekommen? Wäre Dir sehr dankbar für eine Auskunft. Liebe Grüße!

      1. Ich würde mich wahrscheinlich nicht wohl fühlen bei dem Gedanken. Ich werde wohl nochmal darüber nachdenken, den Plot dahingehend etwas zu verändern.

  12. Hallo Herr Matting,
    sehr hilfreicher Artikel. Danke.
    Wissen sie evtl. auch wie es bei Bild- und Logoabdrucken auf selbst erstellten Werken aussieht?
    Ich mache eine Weltkarte mit ausgesuchten Flugstrecken diverser Airlines und würde gerne je deren Logo und Bild eines Flugzeuges verwenden. Ist dies so möglich?

  13. Hallo Matthias,

    ich habe hierzu auch nochmal eine Frage, da ich hierzu noch keine richtige Antwort gefunden habe.
    Ich schreibe derzeit mein Sachbuch und habe dort einen Teil verfasst, den ich vor langer Zeit mal in der Uni gelernt habe. Ich habe den Inhalt im Hörsaal auf genommen und mir notiert. Mir wurde so zu sagen Wissen übermittelt. Muss ich dieses in einem Sachbuch “zitieren”? Oder angeben woher ich diese Information habe?

    Grüße Sally

  14. Hallo Matthias, ich darf Guides über Computerspiele schreiben und dort Namen der Charaktäre nutzen. Zumindest machen das viele Print Magazine und Online Webseiten (was aber nicht im Prinzip bedeutet dass man das darf, aber ich nehme es an). Darf ich nun ein Gedicht schreiben über einen Charakter? Im Sinne von “Oh Super Mario // hüpfend // hüpfend // hüpfend // sehe ich dich kommen // mich zu retten”?

  15. Vielen Dank für den hilfreichen Artikel.
    Wie ist es, wenn man übertrieben gesagt zB ein Buch schreibt, dass in der Welt von Harry Potter spielt und man die bereits bekannten Figuren in Nebenhandlungen auftreten lässt?
    Von den bisherigen Antworten würde ich meinen das wäre erlaubt, aber dadurch können sich die Buch-Charaktere ja auch negativ weiter entwickeln, wodurch bei einer Fortsetzung des ersten Autors die Charaktere unglaubwürdig wirken können, sofern jemand beide Werke gelesen hat?

  16. Lieber Matthias, wie ist es denn bei Filmen und Musik?
    Ich nehme an, Songitel und Interpreten darf man erwähnen, solange man keine allgemeingültige Unwahrheit erzählt (also z.B. “Interpret XY macht schlechte Musik” wäre nicht zulässig, aber “der Protagonist hält den Interpreten XY für einen schlechten Musiker” wäre ok)? Ist das korrekt?
    Und wie steht es mit Flimen und deren Inhalten? Darf ich z.B. einen Filmtitel erwähnen und in der Handlung Ausschnitte des Films wiedergeben (z.B. “Über den Bildschirm flimmerte der Western XY und der Revolverheld zückte gerade seine Knarre schoss und auf den Bösewicht”?
    Liebe Grüße und Dank im Voraus, Nicole

  17. Sehr geehrter Herr Matting, vielen herzlichen Dank für Ihren interessanten Artikel. Ich schreibe einen historischen Roman und würde gerne ein oder zwei Namen von Schiffen aus dem 19. Jahrhundert verwenden, die tatsächlich existiert haben. In meinem Roman würden fiktive Personen mit den Schiffen fahren. Es handelt sich dabei -nach bestem Wissen und Gewissen- nicht um historisch bedeutsame Schiffe wie z.B. bei Entdeckungen oder Schlachten, sondern um ‘normale’ Schiffe zum Transport von Waren und Passagieren (bedeutsam natürlich für die Menschen damals, nur nicht im Sinn einer allgemeinen Geschichtsschreibung).
    Ihrer Aussage nach „Bei einem weitgehend neutralen, sachlichen Gebrauch machen Sie keine Fehler“ würde ich es so verstehen, dass ich die echten Namen der Schiffe verwenden dürfte? Ich würde nichts Nachteiliges über die Schiffe schreiben. Wobei es die Schifffahrtsgesellschaften nicht mehr gibt bzw. sie kaum noch eruierbar sind. Im Voraus vielen Dank und vielen herzlichen Dank für Ihre Bemühungen hier auf der Seite, viele herzliche Grüße, Katrin Donat

  18. Hallo, ich hätte eine wichtige Frage:
    Wenn ich Inhalte aus einem Film verwenden möchte, wie zum Beispiel die Idee von einem technischen Gerät das die Funktion X aufweist und eine zentrale Rolle sowohl in meiner Geschichte als auch im Film spielt, wäre das legal? Ich würde selbstverständlich die Bezeichnung völlig ändern. Auch würde jemand der das Buch liest und vorher den Film geschaut hat ein oder zwei klare Parallelen finden, im Bezug auf eine Person oder die fiktive Welt in der das ganze Spielt. Allerdings wäre die gesamte Geschichte eine vollkommen andere.
    Wenn ich das anhand eines Beispiels noch einmal deutlich machen kann: Im Film gibt es ein wichtiges Gerät x, dass eine Funktion Y hat. Beides würde ich gerne übernehmen, die Namen und den Zusammenhang mit der Geschichte etwas abändern.
    Auch gibt es eine Person die ein Ziel und wichtige Merkmale hat die ich ebenfalls einbauen möchte.

  19. Ich hab mal eine Frage. Ich schreibe aktuell mein erstes Buch es ist nach der Idee eines Spiels. Was es kostenlos im App Store gibt. Das Spiel kann aber bei jedem individuell verlaufen je nachdem was man für Entscheidungen trifft. Ich hab natürlich die Namen verändert. Auch die Handlung ist eigenständig und nicht original wie indem spiel. Ist das trotzdem eine Urheberrechtsverletzung?

  20. Huhu,

    ich habe auch eine Frage: In einer Kurzgeschichte von mir geht es um ein Fußballspiel, das real stattgefunden hat. Darf ich konkrete Details aus Spiel (das jeder im Fernseher sehen konnte) wiedergeben? Also z.B. “Als XY den Elfmeter in die Arme von [Name des Torwarts] beförderte, sagte der Protagonist dieses und jenes”. Die Details sind korrekt und so z.B. auch im Wikipedia Artikel dazu zu finden.

  21. Hallo. Ich habe ein Buch über meine Arbeit als Tierschützerin geschrieben und möchte es demnächst vröffenlichen. Darin berichte ich wie der Alltag als Tierschützerin im realen ist. Zur Rettung der Tiere verwende ich oft verschiedene bestimmte Mittel – Päppelnahrung, Medikamente usw – darf ich diese namentlich erwähnen oder muß ich das immer umschreiben? Danke für die Antwort 🙂

  22. Ich schreibe zur Zeit an eine Geschichte, über eine Band, die es vor 10 Jahren gab. Ich habe auch die Erlaubnis über sie zu schreiben. Sie waren allerdings nicht berühmt und jetzt habe ich fest gestellt, das es eine Band in einem anderen Land gibt, mit dem selben Namen (die wohl auch nicht berühmt sind, allerdings hab ich herausgefunden das es die Band eher gab). Darf ich den Bandname jetzt trotzdem für meine Geschichte verwenden? Oder ist es besser wenn ich ihn etwas ab ändere? Z.b. das ich einfach vor den Bandname dann “The” nehme. Geht das?
    Vielen Dank schonmal für Ihre Hilfe. Liebe Grüße! 🙂

  23. Hallo, ich habe eine Frage zu einem Buchtitel.
    Mein Buch soll “Glücksfabrik” heissen, nun ist dieses Wort schon im DPMA Register als Marke registriert. Darf ich das Buch trotzdem so betiteln?
    Danke
    Jennie

  24. Hallo, ich würde gerne einen Buchttitel verwenden, der den Nachnamen einer bekannten Frau enthält….wie zum Beispiel Frau Burda. Also nur der Nachname und mit dem Frau davor. In der Einleitung will ich Bezug nehmen auf die Leistungen dieser Frau um sie (im weiteren Sinne) als Vorbild heranzuziehen ist das erlaubt?
    Vielen Dank schon einmal für deine Antwort!

  25. Hallo und vielen Dank für den Artikel. Ich stehe vor der Publikation einer wissenschaftlichen Arbeit, deren eigentlichem Titel ich noch die Worte “Into the Wild” vorgeschaltet habe damit es nicht so “akademisch nüchtern” daherkommt, also: “Into the Wild. Titel der Arbeit”
    “Into the Wild” ist ja bekanntlich auch der Titel eines bekannten Bestsellers bzw. Kinofilms, daher frage ich mich, ob ich diese Worte überhaupt ohne weiteres verwenden darf? Ich verwende die Bezeichnung ja lediglich als Teil des Buchtitels und nicht als alleinige Überschrift, so dass eine Verwechslung ausgeschlossen ist. Könnt ihr mir da vielleicht weiterhelfen? Danke!

  26. Guten Tag.

    Ich will einen Roman veröffentlichen, der in der Techno-Szene spielt. Nun stehe ich vor der Frage, ob die Protagonisten darin auch zu echten Gigs von realen DJs gehen können? Schließlich treffen diese DJs keine verbalen Aussagen oder sind handelnde Personen. Sie sind nur als realer Bezug zur Musik-Szene vorgesehen um dem Leser mehr Atmosphäre zu geben. Das müsste doch erlaubt sein…

    Danke für die Antwort

  27. Hallo Matthias,

    toller und sehr hilfreicher Artikel. Allerdings bin ich mir bei meinem Thema immer noch unschlüssig. Ich schreibe einen Reiseroman, in dem ich von echten Orten rede und echten Menschen, die ich in den Hotels/ Unterkünften kennengelernt habe. Dafür nutze ich die echten Namen der Unterkünfte, was ja auch als eine Art Reiseempfehlung zu verstehen ist. Wenn ich aber nun von den Mitarbeitern erzähle, mit denen ich gemeinsame Erlebnisse und Gespräche hatte, muss ich dann einen fiktiven Namen nehmen, um ihre Privatsphäre zu schützen? Und müsste ich dann theoretisch auch einen neuen Namen für die Unterkunft erfinden, wenn ich z.B. erzähle, dass “Luc, der Geschäftsführer vom Resort River Lodge in Nantes gerade unglücklich ist, da ihn seine Frau verlassen hat.” Denn selbst wenn ich aus Luc nun Hugo mache, dann weiß dennoch jeder, dass es um den Geschäftsführer der River Lodge geht.

    Besten Dank,
    Ana

    1. “Wenn ich aber nun von den Mitarbeitern erzähle, mit denen ich gemeinsame Erlebnisse und Gespräche hatte, muss ich dann einen fiktiven Namen nehmen, um ihre Privatsphäre zu schützen?” -> Ja, es sei denn, sie haben zugestimmt, dass ihr richtiger Name Verwendung findet.
      “Und müsste ich dann theoretisch auch einen neuen Namen für die Unterkunft erfinden, wenn ich z.B. erzähle, dass…”
      -> Ja. Es sei denn…

      Nur Personen der Zeitgeschichte müssen nicht zustimmen, wer Angela Merkel im Flughafen trifft, darf darüber schreiben, auch ohne ihre Zustimmung. Aber auch da endet es im privaten Bereich.

  28. Hallo, ich habe eine Frage zum Titel eines Buches. Ich schreibe gerade ein Buch, dessen Inhalt auf einem Film basiert. Hierbei geht es um ein reines Sachbuch, welches Informativ sein soll. Der Film soll im Buch selbst als Quelle genannt werden, um die Glaubwürdigkeit sicher zu stellen.
    Der Gedanke war jetzt, auf dem Cover zu vermerken, dass das Buch auf diesen bestimmten Film basiert. So wie “Auf Basis des Films…”. Ist das erlaubt? Oder muss ich mir hierfür die Genehmigung einholen?

  29. Eine etwas knifflige Frage, auf die ich in den bisherigen Kommentaren keine Antwort gefunden habe: darf die Marke mehr als nur Schauplatz in der Geschichte sein? Also z.B. ginge, in einer modernen Version des Grimm-Märchens, der Wolf gerne zu McDonalds essen. Später finden wir ihn dort als Mitarbeiter an der Essensausgabe wieder, weil er einen Job gebraucht hat. Und Rotkäppchen fängt mit dem Filialleiter was an… Ich finde es reizvoller, die Figur bei McDonalds arbeiten zu lassen – statt einfach in einem Fastfood-Restaurant. Vielen Dank und liebe Grüße!

  30. Lieber Matthias,
    darf ich meine Geschichte in einem bekannten Realityformat spielen lassen: Dschungelcamp, BigBrother etc. und diesen Titel auch explizit nennen, oder sollte ich mir besser eine neue Bezeichnung für die Sendung ausdenken? Meine Idee spielt natürlich sehr mit den dem Leser bereits bekannten Assoziationen und Bildern. Vielen Dank für die Info!

  31. Mich würde sehr interessieren wie das bei Seminartiteln ist. Darf man den Namen eines bekannten, noch lebenden Pädagogen im Titel verwenden, wenn im Seminar dessen Pädagogik vorgestellt wird und in der Ausschreibung klar ersichtlich ist, dass er selbst nicht anwesend ist?

  32. Hallo Matthias, mein Roman …und es geschah – über das Ende der Endzeit, ist fertig. Und ich mache mich gerade schlau, über welche Plattform ich ihn zunächst als e-Book veröffentlichen sollte. Da er christliche Aspekte beinhaltet und ich auf einer Extraseite am Ende des Buches etwas über 50 Bibelstellen als Beweis angebe, dass es so in wenigen Jahren geschehen wird, frage ich mich, ob ich den Verlag dazu befragen muss. Denn in (fast) allen Bibeln steht eigentlich dasselbe. Hast Du hierin schon mal Erfahrungen gesammelt? Viele Grüße eines neuen Lesers Deiner Site.

    1. Da der Verfasser der Bibel mehr als 70 Jahre tot ist, sind die Urheberrechte erloschen. Bei konkreten Zitaten müsste man prüfen, ob der Übersetzer auch schon 70 Jahre tot ist (auf Martin Luther trifft das zu, aber es gibt ja auch modernere Übersetzungen)

  33. Ich schreibe gerade ein Fantasy-Roman,
    Nun habe ich eine Stelle in der die Protagonistin sagt “Das ist ja hier wie in Hogwarts” da ihr gegenüber aus einer anderen Welt stammt fragt dieser was dieses Hogwarts ist. Die Protagonistin erklärt daraufhin dass das eine Schule für Zauberei und Hexerei ist und das es aus einem Buch stammt von einer fantastischen Autorin, unter Umständen werde ich sie namentlich erwähnen, das weiß ich aber noch nicht.
    Ist sowas OK, Also wenn man Anekdoten oder Begriffe oder Redewendungen aus anderen Büchern verwendet? Oder gilt das schon als geistiger Diebstahl?

  34. Darf ich ein Foto benutzen für mein Buchcover auf dem ein Firmenlogo ersichtlich ist? Ich habe die Firma (usa) mehrmals versucht zu kontaktieren und nie eine Antwort bekommen.

  35. Hallo! Ich schreibe einen Blog über meine eigene Krankengeschichte. Wenn ich über meine Diagnosenstellung schreibe, darf ich dann das medizinische Fachpersonal bzw. die Kliniken beim Namen nennen? Da dies auf meinen Erfahrungen beruht, fällt mir die Unterscheidung Meinung/ Behauptung bzw. Tatsache sehr schwer. LG

  36. Hi Matthias!

    Sag mal, weißt du vielleicht, wie das rechtlich ist, wenn man Haustiere im Buch nach bekannten Figuren benennt? Zum Beispiel einen Kater, der Hotzenplotz heißt oder ein Pferd namens Voldemort …

    Liebe Grüße

  37. Danke für den Artikel! Wie schaue es denn aus, wenn man aus einem Markennamen auch eine Berufsbezeichnung ableiten kann? Nehmen wir als Beispiel mal: “Aus dem Leben eines Youtubers”, wäre so etwas als Titel zulässig?

  38. Hallo, danke für die interessante Diskussion. Vielleicht kann ich Hilfe zu einer Buchveröffentlichung finden. Auf einer Schottlandreise besuchte ich Orte, an denen Maria Stuart gelebt hat und Orte, an denen die Serie Outlander gedreht wurde. Darüber habe ich ein Reisetagebuch geschrieben und es “Zeitreise nach Schottland zwischen Claire Fraser und Maria Stuart” genannt. Claire Fraser ist die Hauptfigur aus der Serie Outlander. Zu den besuchten Orten erzähle ich, welche Szenen dort gedreht wurden. Allerdings eher oberflächlich, sodass ich nichts kopiere und keine Inhalte verrate. Es stellt sich nun die Frage, ob der Titel in diesem Zusammenhang okay ist. Es gibt viele Reiseseiten mit Reisen zu den Outlanderdrehorten usw. Aber vielleicht müsste ich den Titel etwas ändern zu “Zeitreise nach Schottland an die Orte Maria Stuarts und die Drehorte der Serie Outlander”. Was ist Ihre Einschätzung dazu? Vielen Dank und Grüße, Michael

  39. Super interessant! Ich stelle jetzt ganz diskret meine Fragen: Kann ich in meinem Fantasyroman denn auch einen Film und eine öffentliche Veranstaltung nennen? Also einen sarkastischen Dialog in der Art wie: “Ah, die X-Men! Zur Comic Con geht’s nach London”. Geht das?
    Kann ich auch fiktive Figuren wie Doc Brown und Sänger erwähnen? Ich hoffe, ich überschütte dich jetzt nicht. Ich bin mir bei diesem Thema total unsicher. Vielen Dank! Liebe Grüße 🙂

  40. Darf ich eine Figur nicht sagen lassen, dass X immer teurer als Y ist? Es muss ja nicht meine Meinung sein, es kann ja auch darum gehen, die Figur zu charakterisieren.

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