Autoren-Tipp: eBooks zum Lesen auf der eigenen Website einbinden

bibi

Wenn Sie auf Ihrer Autoren-Website Ihre eigenen Bücher vorstellen, sollten Sie unbedingt auch Leseproben anbieten. Dabei haben Sie das Problem, dass die Nutzer diese normalerweise nicht im Webbrowser betrachten können. Sie müssen also entweder eine spezielle Leseprobe als HTML oder PDF erzeugen – oder Ihre Leser müssen die Leseprobe mit einer separaten App oder auf dem eReader öffnen.

Doch es gibt eine Alternative, die Sie auf Ihrer eigenen Website einbinden können (nicht aber auf einer Blog-Plattform wie WordPress.com). Sie kommt von Satoru Matsushima und heißt BiB/i – wie Sie leicht erkennen können, ist der Programmierer Japaner. Doch keine Angst, das Tool ist einfach zu benutzen.

  1. Laden Sie die ZIP-Datei von hier herunter.
  2. Entpacken Sie die Datei.
  3. Laden Sie das Unterverzeichnis bib auf Ihren Webserver.
  4. Laden Sie ein ePub-eBook (etwa ‘test.epub’) in das Verzeichnis bib/bookshelf auf Ihrem Webserver.
  5. Öffnen Sie das eBook über www.ihrserver.endung/bib/i/?book=test.epub

Das war’s! Der ePub-Viewer funktioniert wirklich gut, überzeugen Sie sich selbst anhand meines Tolino-Handbuch-Previews. Bei umfangreicheren eBooks können Sie die Performance verbessern, indem Sie das eBook entpackt auf den Server laden. Dazu gehen Sie so vor:

  1. Benennen Sie Ihr eBook auf Ihrem Computer von test.epub in test.zip um.
  2. Entpacken Sie die ZIP-Datei.
  3. Laden Sie den entpackten Ordner in das Verzeichnis bib/bookshelf auf Ihrem Webserver.
  4. Öffnen Sie das eBook über www.ihrserver.endung/bib/i/?book=test (also ohne Dateiendung!)

In Blogeinträge, Artikel oder andere Webseiten können Sie Ihr eBook auch folgendermaßen einbetten:

<a href="http://www.ihrserver.endung/bib/i/?book=test.epub" data-bibi="embed" data-bibi-style="width: 600px; height: 800px;">Mein eBook</a><script src="https://www.ihrserver.endung/bib/i.js"></script>

Hinter die Parameter width und height müssen Sie eintragen, wie breit und wie hoch das eBook-Fenster angezeigt werden soll.

Praktisch sieht das dann so aus:
Tolino vision 2 – das inoffizielle Handbuch

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

14 Kommentare

    1. Ja, in dem Fall wird WordPress dazu verwendet, eine Online-Präsenz zu betreiben. Bei unserer Software geht es mehr darum, E-Books zwecks Lesung, Bearbeitung, Verkauf und Distribution nach WordPress zu veröffentlichen, sodass WordPress mehr Veröffentlichungskanal und Arbeitswerkzeug ist, was durch unzählige frei lizenzierte Plugins und Themes umfangreich unterstützt wird. Aber allein diese beiden Nutzungsmöglichkeiten zeigen schon die enorme Vielseitigkeit auf, die sich ja nicht gegenseitig ausschließen, sondern sich prima ergänzen können bei relativ einheitlicher technischer Grundlage.

  1. Schöne Idee… aber funktioniert das nur, wenn man mit WordPress arbeitet und einen eigenen Server hat? Was ist mit Baukästen wie Squarespace, One oder Jimdo…?

  2. EPUB als offener E-Publikations-Standard ist wenig mehr als gezippte HTML-Dateien, sprich: man kann *.epub einfach nach *.zip umbenennen, entpacken und die HTML-Dateien auf einen Webserver hochladen. Solche Tools wie BiB/i kümmern sich dann lediglich darum, Datei-Referenzen in eine lokale, flache Verzeichnisstruktur umzubiegen. Wir haben ein solches Tool ebenfalls entwickelt (epub2html1, siehe http://publishing-systems.org/downloads.php) und bieten überdies auch den Upload nach WordPress mit html2wordpress1 sowie epub2wordpress1 an. Auf Wunsch können dabei auch eigene oder vordefinierte JavaScript-Schnipsel angefügt werden, um den Server gleich auch entsprechende Funktionalität wie bei BiB/i an den Client ausliefern zu lassen, was bei semantischer Quelle übrigens auch weit über das reine Lesen hinausgehen kann.

      1. Der erste Versuch ist leider ziemlich ausgeartet in eine umfangreiche Beschreibung der technischen Zusammenhänge. Es macht vermutlich weit mehr Sinn, von den bisher erzielten konkreten Ergebnissen ausgehend hier und da ein paar Details und Ausblicke einzustreuen. Jedenfalls darf ich mich jetzt ja veranlasst sehen, mich erneut dranzusetzen 😉 Ganz in Sinne der neuartigen digitalen Gegebenheiten könnte der Text doch gleich von vornherein im Forum entstehen, oder?

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