Die Self-Publisher-Charts vom 26. Januar: 60 von 100 = neuer Rekord für Indie-Autoren

Während ich gespannt darauf warte, dass mal die Top 10 bei Amazon komplett von Self Publishern belegt sind (kürzlich waren wir mit 9 von 10 verd… nah dran!), zeichnet sich in dieser Woche in den Top 100 ein neuer Rekord ab: 60 der 100 meistverkauften Titel kommen diesmal nicht aus Verlagen. Sie erreichen diesmal einen Durchschnittspreis von 2,37 Euro.

Das sollte aber nicht nur den Verlagen zu denken geben, sondern auch den Buchhändlern. Immerhin 42 Prozent der Top-Titel von Amazon sind bei Thalia, Weltbild, Hugendubel und so weiter nicht lieferbar. Warum? Weil Amazon es immer wieder schafft, Autoren mit vernünftigen Honoraren, schneller Abrechnung und ein paar Extra-Bonbons an sich zu binden. In einem Markt mit Buchpreisbindung, in dem die Verlage an keinen Anbieter exklusiv liefern dürfen, ist das so ziemlich der einzige Vorteil, den sich ein Händler legal verschaffen kann.

Hallo, liebe Thalias, Weltbilds, Hugendubels, Aufwachen, bitte – oder gibt es irgendeinen sachlichen Grund, freiwillig auf das offensichtlich mächtige Werkzeug Self Publishing zu verzichten? Die Zahlen im einzelnen:

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

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