Erster Eindruck: Amazons neuer Luxus-E-Reader – der Kindle Oasis

Nachdem selbst Amazon-Chef Jeff Bezos mit einem Tweet die Erwartungen geschürt hat, stellte sein Unternehmen heute nun das neueste Kindle-Modell vor. Es heißt „Oasis“ – und soll seinem Besitzer eine Art Lese-Oase bieten. Dazu haben die Designer den E-Reader von einem Teil seines Akkus getrennt. Der Haupt-Akku sitzt nun in der Hülle; ein separater, deutlich kleinerer Akku versorgt das eigentliche Gerät und soll dem Nutzer bis zu zwei Wochen Laufzeit bieten. In die Hülle eingelegt, versorgt sich der kleine Akku automatisch mit Energie aus dem großen.

In der Hand liegt das Gerät durch den neuen seitlichen Wulst sehr bequem. Der Schwerpunkt verschiebt sich Richtung Hand-Innenfläche, dadurch liegt das Gerät auch in einer Hand stabiler, und das geringere Gewicht von nur noch gut 130 Gramm lässt die Hand weniger schnell ermüden. Das Display passt sich dabei blitzschnell an die Bedürfnisse des Nutzers (Links- oder Rechtshänder) an. Zwei Hardware-Buttons, perfekt für den Daumen platziert, erleichtern die Bedienung.

Der Bildschirm selbst basiert auf der HD-Technik des Kindle Voyage. Allerdings wurde die Beleuchtung vom unteren an den seitlichen Rand verlegt, wodurch sie gleichmäßiger und etwas heller ausfällt. Die Software des E-Readers ist bekannt und auch auf den anderen Modellen in sehr ähnlicher Form verfügbar.

Mutig ist der Preis: mit 289,99 Euro (WLAN) bzw. 349,99 Euro (WLAN + 3G) inklusive Hülle ist der ab sofort vorbestellbare Kindle Oasis nicht nur der leichteste, sondern auch der bisher teuerste in Deutschland verfügbare Kindle. Die anderen Modelle (Voyage, Paperwhite und Basic) wird es deshalb auch weiterhin geben.

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Matthias Matting
  • Matthias Matting
  • Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

8 Comments

  • Amazon arbeitet fleißig an der Demontage und Bedeutungslosigkeit des Kindle.
    Warum so billig? Warum nicht 1300 euro?
    Wirklich, wer denkt allen Ernstes, dass jemand bereit ist, so viel zu bezahlen, nur um Bücher zu lesen?

  • Na, wenigstens endlich wieder ein Reader mit Blättertasten!
    Ich hasse es, ständig auf dem Display herumtatschen zu müssen und wünschte, Amazon würde noch mal den alten Kindle 4 neu auflegen, der war simpel, praktisch, günstig und einfach gut.

    Was diesen gigantischen Preis rechtfertigt, erschließt sich mir nicht. Okay, ich habe von Technik keine Ahnung, aber wenn ich mir die Vergleichstabelle anschaue, verstehe ich nicht, warum das Ding rund 300 Euro kostet.

  • Ich persönlich bin ja ein Fan vom Kindle-Reader. Dennoch darf man bei aller Begeisterung ruhig kritisch sein. Mir erschließt sich der Sinn nicht, dass der Reader nun der dünnste ist, wenn man gleichzeitig die Einschränkung macht “bis auf die eine Seite”. Und das geht dann zu Lasten des Akkus, damit das Gerät auch der leichteste Reader ist, was man dann mit einem Zusatzakku in der Hülle wieder ausgleicht, wodurch das Ding aber wieder deutlich schwerer wird. Bislang eher schlechte Argumente und Kompromisse bei einem stolzen Preis.

  • Kann man. Wird bereits im Video bei lesen.net demonstriert. Das Drehen klappt sogar sehr schnell.

  • Ja, siehe Text 🙂

  • Schön, dass nach siebzehn Jahren wieder ein Reader mit Handwulst auf dem Markt ist. 🙂 Das hat echt gedauert!

  • Bin mal gespannt, ob man das Gerät 180 Grad drehen kann … Sonst würde man als Linkshänder jedenfalls ziemlich dumm dastehen. :-/

  • Der Preis ist echt mal happig. Finde ich ein wenig übertrieben, für einen Ebook Reader. Bin mit meinem 1. Kindle weiterhin sehr zufrieden, der hatte 25 EUR im Sale gekostet 🙂

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