Kindle-AllStar-Boni für September 2018: deutlich erholt

Bonus time

Man hat es ja schon an der verbesserten Kindle-Unlimited-Quote gemerkt: Im  September, nach Ende der Schulferien also,  wurde deutschlandweit deutlich weniger gelesen. Das ist im Grunde eine schlechte Nachricht; die Top-150-Autoren haben trotz der höheren KU-Quote im Mittel etwa zehn Prozent ihrer Umsätze eingebüßt. Die Zahl habe ich bereits um den im September fehlenden Tag bereinigt. KDP-Nutzer, die es nicht unter die Top 150 geschafft haben, hatten im September sogar prozentual noch größere Einbußen, weil der konstante Anteil des Bonus wegfällt.

Aber man kann es natürlich auch positiv sehen: Die Zahl gelesener Seiten, die für einen bestimmten AllStar-Bonus nötig war, war leichter zu  erreichen als noch im August. Und es ging wirklich kräftig nach unten.

Doch starten wir wie immer bei den Buch-Boni. Hier ging es im September bei etwa 516.000 Seiten mit  250 Euro los (Juli: 600.000). Der Sprung zu den 500 Euro vollzog sich bei etwa 760.000 Seiten (August: 850.000 Seiten). Die genaue Grenze ist hier allerdings nicht ganz klar, sie kann zwischen 750.000 und 820.000 liegen. Um 750 Euro zu erhalten, mussten es wie im Vormonat aber mindestens 2 Millionen Seiten sein.

Wie sieht es bei den Autoren-Boni aus? Als niedrigste Zahl mit Bonus wurden mir diesmal rund 690.000 gelesene Seiten gemeldet. Im August lag  die Schwelle noch bei etwa 800.000 Seiten. Für die zweite Bonusstufe sieht es ähnlich aus. Für 1500 Euro benötigten KDP-Nutzer diesmal etwa 1 Million Seiten – nach 1.180.000 Seiten im August. Der Übergang zu den 2500 Euro Bonus liegt bei etwa 1,6 Millionen Seiten (August: etwa 1,8 Millionen). Für 3500 Euro mussten es mindestens 2,1 Millionen Seiten sein (August: 2,6 Millionen). Für den 5000er-Bonus dürfte der Übergang bei etwa 2,4 Millionen Seiten gelegen haben (August 3,2 Millionen). Die höchste Bonusstufe sollte es dann ab etwa 3,4 Millionen Seiten gegeben haben.

Sie haben mehr gelesene Seiten als hier angegeben, aber trotzdem einen niedrigeren Bonus? Prüfen Sie zunächst diese Punkte:

  1. Haben Sie die Zahlen aus der Excel-Datei?
  2. Handelt es sich um die September-Zahlen?
  3. Haben Sie nur die Zahlen für Amazon.de zusammengerechnet?
  4. Haben Sie nur die Zahlen eines einzelnen Autorennamens zusammengerechnet?

Wenn das der Fall ist, müssen Sie noch prüfen, ob Sie evtl. ein Grenzfall sind. Meine Statistik funktioniert umso besser, je mehr Nutzer ihre Zahlen melden. Diesmal waren es 40 von 150, eine gute Quote. Aber trotzdem sind die Grenzen nie exakt definiert. Wenn Sie einen Wert in einem Grenzbereich haben, können Sie mit Ihrer Meldung helfen, die Grenze genauer zu definieren.

Haben Sie mehr als 690.000 Seiten, die Punkte 1 bis 4 beachtet und trotzdem keine Bonus-E-Mail bekommen, wenden Sie sich (hartnäckig) an den Support, dann haben Sie gute Chancen auf eine Nachzahlung.

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Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

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