Zum letzten Mal? Kindle-AllStar-Boni für März und April 2022

Der März ist nun schon eine Weile her. Ich bin bisher nicht zur Auswertung der Zahlen gekommen, will sie aber nicht unterschlagen. Deshalb führe ich sie hier zusammen mit den April-Boni auf. Ab Mai werden die Autorenboni bekanntlich abgeschafft. Das erklärt sicher auch die eher geringe Zahl an Einsendungen (25 von 150).

Welche Voraussetzungen waren also im April 2022 zu erfüllen, um einen Bonus zu erhalten? Starten wir wie immer bei den Buch-Boni. Hier kann ich diesmal den Einstieg schon auf etwa 700.000 Seiten schätzen (März: 675.000). Die Zahl ist aber recht unsicher, evtl. lag sie niedriger, sicher nicht höher. Der Übergang zu den 500 Euro könnte diesmal bei etwa 1 Mio. Seiten liegen (März: ebenso). Wann es 750 Euro gab, kann ich weder für März noch für April angeben.

Bei den Autor*innen-Boni wurde mir als niedrigste Zahl mit Bonus im April knapp über 1,37 Mio. gelesene Seiten gemeldet – im  Vormonat waren es noch knapp über 1,22 Mio. gewesen. Für 1500 Euro benötigten KDP-Nutzer im April ca. 1,75 Millionen Seiten (März: 1,65 Mio. Seiten). Der Übergang zum 2500-Euro-Bonus erfolgte bei etwa 2,8 Millionen Seiten (März: 2,9 Millionen). Für 3500 Euro sollten es ungefähr 3,35 Millionen Seiten sein (März:3,3 Millionen). Für die 5000er- und 7500er-Schwelle hatte ich zu wenig Meldungen, um seriös Schranken angeben zu können.

Sie haben mehr gelesene Seiten als hier angegeben, aber trotzdem einen niedrigeren Bonus? Prüfen Sie zunächst diese Punkte:

  1. Haben Sie die Zahlen aus der Excel-Datei (Berichte -> Tantiemen Vormonate -> Bericht erstellen)?
  2. Handelt es sich um die April-Zahlen?
  3. Haben Sie nur die Zahlen für Amazon.de zusammengerechnet?
  4. Haben Sie nur die Zahlen eines einzelnen Autorennamens zusammengerechnet (Bücher mit Co-Autoren zählen separat!)?
  5. Befand sich das E-Book den ganzen Monat lang in KDP Select?

Wenn das der Fall ist, müssen Sie noch prüfen, ob Sie evtl. ein Grenzfall sind. Meine Statistik funktioniert umso besser, je mehr Nutzer ihre Zahlen melden. Diesmal waren es erneut nur 25 von 150. Aber trotzdem sind die Grenzen nie exakt definiert. Wenn Sie einen Wert in einem Grenzbereich haben, können Sie mit Ihrer Meldung helfen, die Grenze genauer zu definieren.

Haben Sie mehr als 1.370.000 Seiten, die Punkte 1 bis 5 beachtet und trotzdem keine Bonus-E-Mail bekommen, wenden Sie sich (hartnäckig) an den Support, dann haben Sie gute Chancen auf eine Nachzahlung.

Wie geht es weiter? Die Frage können nur Amazon oder die Zeit beantworten. Amazon sagt bloß, dass die Gesamtsumme sich von bisher 750.000 Dollar auf 1,5 Millionen Dollar erhöhe.  Sie würde nun auf mehr Autor*innen verteilt, was auch klar ist, da sie ja nun auch für die Amazon-Portale in Frankreich, Italien, Spanien, Kanada, Australien, Japan, Mexiko, Indien und Brasilien gezahlt wird, also überall, wo es auch ein Kindle-Unlimited-Programm gibt. Das sind dann zwölf statt drei Märkte. Man muss wissen, dass Deutschland bisher überdurchschnittlich gut dabei war und deutlich mehr als ein Drittel der Gesamtsumme erhielt. Ob es dabei bleibt? Ein Zwölftel von 1,5 Milionen ist jedenfalls weniger als ein Drittel von 750.000. Aber es wäre natürlich auch möglich, dass die Buchboni in Indien oder Australien dann geringer sind als hier. Man kann also nur eines sagen: abwarten. In zehn Tagen wissen wir mehr, denn die Boni sollen in Zukunft immer mit den KU-Quoten am 15. des Monats verkündet werden.

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Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

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