Amazon-Flatrate “Kindle Unlimited” nun mit mehr als einer Million Titel

Kindle_Unlimited_MillionLesen.net hat es zuerst gemeldet: Amazons eBook-Flatrate Kindle Unlimited hat gerade die Millionen-Marke übersprungen. 1.030.814 eBooks sind derzeit zum Monatspreis von 9,99 Euro verfügbar. Zieht man davon die 963.995 fremdsprachlichen Titel ab, bleiben 66.819 deutschsprachige eBooks. Das ist etwa halb so viel wie beim deutschen Konkurrenten Skoobe, der aber ebenfalls englischsprachige Werke anbietet.

Eine kleine Ergänzung vom Artikel von Lesen.net: Der Autor wundert sich, dass bei KindleUnlimited die Zahl der Verlagstitel zu sinken scheint. Das ist tatsächlich so – und es ist Absicht. Amazon hat offenbar festgestellt, dass besonders teure Titel besonders häufig gelesen werden, und diese Schritt für Schritt aus dem Angebot entfernt. Dadurch ist der Durchschnittspreis der KU-Titel allmählich gesunken – und mit ihm natürlich die Kosten für Amazon, das die Verlage zum Start mit sehr attraktiven Konditionen geködert hatte.

Diese Zeit ist nun vorüber. Wie man hört, muss ein Verlag, der sich heute noch an KindleUnlimited beteiligen will, mit einer Pauschalzahlung zufrieden sein. Da die Leihzahlen bei KindleUnlimited Monat für Monat weiter um etwa 10 Prozent (!) steigen, braucht man offenbar die Verlage nicht mehr unbedingt – die Titel der Selfpublisher sind für das Publikum attraktiv genug.

Mehr zu Kindle Unlimited erfahren Sie im (für KU-Nutzer kostenlosen) eBook “KindleUnlimited – das inoffizielle Handbuch. Anleitung – plus: die besten Leih-eBooks“.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

2 Kommentare

  1. Ist das tatsächlich ein Zeichen von Stärke? Oder vielleicht doch ein erstes Zeichen, dass sich eine Flatrate nicht unbedingt rechnet? Es gab ja schon einen Flatrate-Anbieter, der sein Programm zusammengestrichen hat, weil er es sich nicht mehr leisten konnte.

Kommentare sind geschlossen.