Kindle-Unlimited-Quoten für Mai 2017: weiter nach unten

Bonus time

Schon wieder ist ein Monat vorbei. Der Mai ist traditionell ein recht guter Lesemonat, jedenfalls war er es in den vergangenen Jahren. Was bedeutet das für die KU-Quote? Im April waren es noch 0,31216 Cent. Der Betrag sinkt nun erstmals unter 0,3 Cent: Pro gelesener Seite zahlt Amazon in Deutschland in diesem Monat nun nur noch 0,29606 Cent. Das ist weniger als je zuvor. Andere Länder verzeichnen ähnliche Trends, in Großbritannien ging die Quote z.B. von umgerechnet 0,40113 auf nun 0,37068 Cent zurück.

Die Ursache liegt hier bei Amazon selbst: der globale Fonds lag für Mai bei 17,9 Millionen Dollar, das sind 16 Millionen Euro, etwas weniger als im April. Gleichzeitig sind die Lesezahlen – erwartungsgemäß – gestiegen. Offenbar ist die Grenze bewusst gewählt, für die kommenden Monate ist deshalb mit weiter sinkenden Quoten zu rechnen. Vielleicht hat KindleUnlimited ja nun genug exklusive Inhalte, sodass man nicht mehr gewillt ist, mehr Geld hineinzustecken.

Die Länder im einzelnen (bitte gern fehlende Zahlen ergänzen):

  • Deutschland: 0,29606 Cent (€)
  • Großbritannien: 0,32387 Pence = 0,37068 Cent (€)
  • Frankreich: 0,43078 Cent (€)
  • Spanien: 0,43078 Cent (€)
  • Italien: 0,43078 Cent (€)
  • Niederlande: 0,43078 Cent(€)
  • USA: 0,43383 Cent ($) = 0,38913 Cent (€)
  • Kanada: noch keine Zahlen
  • Indien: noch keine Zahlen
  • Brasilien: 0,0104924 BRL = 0,32457 Cent (€)
  • Mexiko: noch keine Zahlen
  • Japan: 0,5376883 JPY = 0,43084 Cent (€)
  • Australien: noch keine Zahlen

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Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

4 Kommentare

  1. Danke, für diese Analyse. 🙂 Kommt mir so vor, als lohne sich das langsam nur noch für Autoren, die sicher einen Bonus erwarten dürfen. Bis jetzt waren meine Romane immer bei KU angemeldet und ich habe auch immer einen Bonus für den 1. Monat erhalten, aber für die Zeit dazwischen frage ich mich mittlerweile schon, ob das nicht zum Nachteil ist, meine Bücher bei KU anzumelden. 🙁 Ich werde es wohl doch einmal mühsam durchrechnen müssen. – Nur die große Frage dabei ist und bleibt, ob die Stückzahl-Verkäufe ohne KU so weit hochgehen, dass sie den KU-Teil der Tantiemen ersetzen? Bei mir ist es circa 50:50 gelagert und ich kann mir kaum vorstellen, dass sich die Verkäufe ohne KU verdoppeln würden. Wenn ich persönlich als Leser bei KU kostenpflichtig angemeldet wäre, würde ich nur im großen Ausnahmefall noch ein eBook dazukaufen, das nicht über KU verfügbar ist. Zumindest empfinde ich das so. Gibt es dazu Erfahrungsberichte von anderen Autoren oder vielleicht sogar Statistiken? :-))

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