Neuer Service für gedruckte Bücher: einfacher verkaufen bei Amazon

Ein gedrucktes Buch an die Leser zu bringen (und dafür gibt es viele Gründe), ist auch im Selfpublishing längst nicht mehr kompliziert. “Print on Demand” heißt das Zauberwort. Anbieter wie BoD, ePubli oder CreateSpace drucken das Buch, wenn es bestellt wird, und liefern es dann auch an den Käufer. Die Verfahrensweise hat systembedingte Nachteile. So sind die Druckpreise deutlich höher als im Auflagendruck und die Lieferzeiten sind länger.

Wer allerdings selbst eine Auflage drucken lässt, erreicht zwar günstigere Preise, steht dann aber vor dem Problem des Vertriebs. Die Bücher müssen da erhältlich sein, wo die Leser sind, und nicht nur auf der eigenen Website. Der perfekte Weg bestünde darin, sich einen Barsortimenter zu suchen, also einen Großhändler wie KNV oder Libri. Mit nur wenigen Titeln ist das allerdings schwer, weil es sich für diese Firmen nicht lohnt.

Einen großen Teil des Online-Buchgeschäfts macht aber Amazon – es wäre deshalb eine interessante Alternative, dort zum Verkäufer zu werden, wenn das nicht vergleichsweise aufwändig wäre. Diese Lücke will ab sofort ein österreichisches Unternehmen schließen. “Die Titelei” verkauft in eigenem Namen Ihre gedruckten Bücher bei Amazon. Die Firma übernimmt einen großen Teil der Formalien. Sie müssen Ihr Buch lediglich drucken lassen und dann an Amazon schicken. In einer Beispielrechnung zeigt der Anbieter, dass es sich auch bei Taschenbüchern für 9,99 Euro lohnen kann. Allerdings ist die Differenz hier minimal und wird vermutlich von der Einrichtungsgebühr und den monatlichen Kosten aufgefressen, falls Sie keinen Bestseller geschrieben habe.

Die Kalkulation sieht jedoch besser aus, wenn Sie:

  • Mit der Druckqualität im PoD nicht zufrieden sind
  • Auf Farbdruck setzen (im PoD immer noch recht teuer)
  • Andere Buchformate haben wollen (Hardcover, Sonderformate)
  • Überzeugt sind, von Ihrem Buch in absehbarer Zeit wenigstens eine mittelgroße Auflage (über 2000 Stück) absetzen zu können

Wer zur Zielgruppe gehört und den Service testen will: Bis Ende Juni erhalten Leser der Selfpublisherbibel mit dem Code SELFP16 100 Euro Rabatt auf die Einrichtungsgebühr.

Matthias Matting
  • Matthias Matting
  • Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

5 Comments

  • Hat jemand schon Erfahrungen mit dem Service gemacht?

  • Guten Tag Frau Wehrmeyer,

    mein Name ist Andreas Badelt und ich stehe hinter "Der Titelei". Der Service wurde in den letzten 6 Monaten entwickelt und getestet ist und mit heute live gegangen.

    Daher kann ich Ihnen derzeit nur einen Kunden nennen und zwar meine Schwester, die mich auf die Idee gebracht hat 🙂 Sie hat zusammen mit zwei Kollegen ein Kindermärchenkochbuch geschrieben, welches Sie unter http://www.amazon.de/dp/3200042842 einsehen können – dieses wird bereits durch die Titelei vertrieben. Wenn Sie wollen, stelle ich gerne einen Kontakt mit einer der Autorinnen her.

    Es sind bereits zwei weitere Bücher von Kunden in Vorbereitung, aber das wird noch ein wenig dauern bis sie zu sehen sind, da sie gerade erst produziert werden.

    Sehr gerne stehe ich Ihnen auch für Rückfragen bereit unter servus@titelei.com oder telefonisch (siehe Impressum).

    Liebe Grüße aus Wien,
    Andreas Badelt

  • Hallo, ich finde das nun überhaupt nicht interessant. Wenn man die Kosten mal hochrechnet und dann sind die Bücher auch nur bei Amazon erhältlich. Online-support innerhalb 48 Std. finde ich auch icht zeitgemäß. Da kann man ja Tage warten, wenn man ein paar Fragen/Probleme hat, die nicht gleichzeitig auftauchen. Vielelicht sieht das, wie Matthias geschrieben hat, bei Farbdruck besser aus. Aber bei normalem Softcover sehe ich überhaupt kein Potential in diesem Angebot.

    • Vielen Dank für Ihr Feedback!

      Wir verstehen uns als Angebot für Eigenverleger, die gerne ihr gedrucktes Buch auf Amazon verkaufen möchten oder bei Amazon präsent sein wollen, da sie der Meinung sind, dass man dort heutzutage einfach vorhanden sein muss, sei es auch nur aus Marketing- und SEO-Gründen – nicht als Alternative zu PoD-Angeboten.

      Wenn Sie sich die Preise unter https://www.titelei.com/pakete-preise ansehen, werden Sie beim angeführten Business-Case (“Zu teuer?”-Link) schnell merken, dass unser Angebot wesentlich günstiger ist, all sich all die Arbeit “selber anzutun”.

      Die angegebenen 48h sind natürlich nur ein Maximalwert, in der Regel bekommen Sie natürlich innerhalb kurzer Zeit Antwort auf ihre Fragen – wir würden uns freuen, wenn Sie es einfach mal ausprobieren würden 😉

      Freundliche Grüße,
      Andreas Badelt

  • Hallo Matthias, danke für diesen interessanten Artikel und den Tipp! Das ist bestimmt eine gute Alternative für Selfpublisher, die sich mehr auf das Schreiben konzentrieren wollen und daher dankbar sind, einen guten Vertriebspartner gefunden zu haben. Gibt es schon Erfahrungen von Autoren?

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