Stiftung Warentest: Amazon mit bequemstem eBook-Shop – Testsieger kommt aus Deutschland

Das aktuelle test-Heft der Stiftung Warentest (ab 27.9. am Kiosk) bescheinigt Amazon ein “breites Buchsortiment und den meisten Komfort bei Einkauf und Nutzung”. Dass die US-Firma den Testsieg einfährt, verhindert jedoch eine Abwertung der Gesamtnote um eine ganze Note wegen “deutlicher Mängel in den Geschäftsbedingungen”. Eine Gemeinsamkeit, die Amazon mit den anderen internationalen Anbietern Apple, Kobo und Sony teilt. Lediglich Googles AGBs sind demnach weitgehend mit deutschem Recht kompatibel.

Gut für buecher.de und ebook.de: Die beiden deutschen Anbieter belegen dadurch mit der Gesamtnote 2,7 (befriedigend) gemeinsam den ersten Platz. Schlusslicht ist übrigens der eBook-Laden von Kobo, der mit der Note 4,7 (mangelhaft) abschneidet. Die Plätze 3 bis 5 belegen Weltbild, Thalia und Pageplace, Hugendubel war nicht mit im Test. Die ausländischen Anbieter liegen allesamt auf den hinteren Plätzen: Nach Amazon (befriedigend) folgen Apple (ausreichend), Google (ausreichend), Sony (ausreichend) und schließlich Kobo.

Sehr schön übrigens die Auseinandersetzung, die der Artikel mit dem Thema DRM führt: “Verschlüsselt und eingeschränkt, kompliziert und inkompatibel, ausgehebelt und unwirksam” – die Zwischenüberschriften sprechen für sich.

Der komplette Test lässt sich für 2,50 Euro hier herunterladen.

Den kompletten Test bietet die Stiftung gegen Bezahlung online an.
Matthias Matting
  • Matthias Matting
  • Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

2 Comments

  • Man müsste natürlich erstmal das Heft lesen, um den Inhalt wirklich beurteilen zu können, aber dass das Sortiment der Anbieter laut test.de nur zu 30 % in die Bewertung eingegangen ist, finde ich auf den ersten Blick schwer nachvollziehbar.

  • Wobei den normalen Kunden nicht interessiert, ob die eine oder andere Klausel mit deutschem Recht 100% vereinbar ist. Für ihn ist es viel wichtiger das Amazon mit zu den kulantesten Firmen mit dem besten Service gehört.

    Genauso sieht es bei DRM aus. Das stört den normalen Kunden auch nur wenn es ihn behindert oder den Kauf / Nutzung kompliziert macht. Da ist auch wieder Amazon ein schönes Beispiel dafür wie ein DRM funktionieren kann ohne den normalen Nutzer soweit einzuschränken, dass es ihn stört.

    Ob das Amazon DRM, dass ja auch nur eine Option ist über die der jeweilige Verlag / Selfpublisher selbst entscheiden kann, nun sinnvoll ist steht auf einem anderen Blatt.

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