Von “großer Quatsch” bis “unverzichtbar”: Was Dienstleister zum Thema Kopierschutz meinen

Im vierten und letzten Teil der Umfrage von buchreport.de und selfpublisherbibel.de geht es auch um das leidige Thema DRM, vulgo Kopierschutz. Weil für die Auswahl der richtigen Plattform nicht ganz unwichtig, fasse ich die Meinungen hier kurz zusammen – die kompletten Statements finden Sie bei buchreport.de.

BoD: “Unser Vertriebspartner wie Amazon und Apple setzen DRM voraus, diesen Standard legen wir daher auch für alle anderen Vertriebsplattformen zugrunde.”

Xinxii: “Wir empfinden wir DRM als ständiges Ärgernis.”

Neobooks: “Ich persönlich denke, dass DRM letztlich kaum ein Hindernis für die illegale Verbreitung von Inhalten darstellt.”

Monsenstein: “Ich halte hartes DRM für totalen Quatsch.”

Mein-Bestseller: “Autoren sollten selbst die Wahl haben, sich für oder gegen DRM zu entscheiden.”

Feiyr: “DRM kann viele Schwierigkeiten verursachen, z. B. dass das Buch auf einigen Lesegeräten nicht wiedergegeben werden kann. Das finde ich unfair gegenüber ehrlichen Käufern.”

Epubli: “DRM war von Anfang an zum Scheitern verurteilt und wer Mitte 2013 immer noch daran festhält hat – bei allem Respekt – den Schuss nicht gehört.”

Beam: “Ich bin schon immer ein Verfechter von DRM freien eBooks.  DRM verhindert Verkäufe aber keine Raubkopien.”

Tredition: “Wir halten eine Sicherung des Kopierschutzes für unverzichtbar und vertreiben unsere Bücher ausschließlich bei Anbietern mit geschlossenen Systemen”

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

3 Kommentare

  1. Stimmt, wer heute immer noch auf DRM schwört, hat den Schuss wirklich nicht gehört.
    Leser wollen einfach nur lesen, ohne sich unnötig mit technischem Kram auseinandersetzen zu müssen. Und nicht jeder ist eine Freizeit-Nerd.
    Gegen illegales Kopieren hilft DRM überhaupt nicht, kriminalisiert aber die braven Käufer aber per se.

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