Wie werden Sie auf die neue Umsatzsteuer-Berechnung ab 1. Januar reagieren?

Ab 1. 1. 2015 entscheidet beim Bezug elektronischer Dienste über das Internet bei der Umsatzsteuerberechnung der Wohnort des Käufers über die Höhe der Steuer. Für Autoren, die bei Amazon KDP, Apple oder Kobo direkt einstellen, verringert sich dann der Nettopreis (und damit auch das Honorar) entsprechend. Das heißt auch, dass Autorinnen und Autoren überlegen müssen, wie darauf zu reagieren ist. Geben Sie sich mit der niedrigeren Auszahlung zufrieden – oder geben Sie die Änderung an den Käufer weiter?

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Am 1. Januar müssen Amazon-Autoren ihre Nettopreise bei KDP ändern
Am 1. Januar müssen Amazon-Autoren ihre Nettopreise bei KDP ändern

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

8 Kommentare

  1. also ich habe darüber noch nie nachgedacht und auch nichts berechnet – wenn ich mein buch bei amazon anbiete übernimmt amazon immer alles automatisch – ich muss dann nur ein blatt ausdrucken und das buch versenden – aber ob das nach deutschland, in die schweiz, nach holland oder sonstwo hingeht, das berechnet alles amazon automatisch und zahlt mir dann auch automatisch das geld aus – ich stelle den käufern auch keine rechnung – das macht alles amazon – ich habe nur ein vertragsverhältnis mit amazon und nicht mit dem kunden – und amazon ist ja wieder wo ganz anders, nämlich in luxenburg – wo sie jetzt wahrscheinlich probleme bekommen werden … weil sie kaum steuern zahlen

  2. Für Deutschland ist das nicht so schwer. Für Österreich gibt es ein Problem. In den USA kann man mit zwei Bruttopreisen (KDP, Distributor) die Vertragsbestimmungen verletzen, die besagen, dass man bei der Konkurrenz nicht günstiger anbieten darf. Wenn man da nur “Nettopreise” und dort nur “Bruttopreise” eingeben kann, ist das ein Problem.

  3. Es gibt noch eine Konsequenz. Bei Amazon und Google Play kann ich für meine E-Books den Nettopreis eingeben. Bei den Distributionen muss ich den Bruttopreis eingeben. Da kommt man schnell mit der Buchpreisbindung in Konflikt besonders am 1.1.2015. Das heißt, dass ich Anfang 2015 nur auf Amazon und Google Play verkaufen werde. Bei Apple habe ich die Möglichkeit mit der Einbindung von Videos und einer anderen ISBN-Nummer zu anderen Konditionen zu verkaufen.

    Mir tut es leid, weil ich gerne hätte, dass meine E-Books auch bei Thalia erscheinen würden. Aber bei der unklaren rechtlichen Situation kann ich dieses Risiko nicht eingehen unmittelbar am 1.1.2015 bei einer E-Book-Distribution zu veröffentlichen. Leider!

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