Amazon Fire TV Stick: Test der deutschen Version des Streaming-Sticks

Der Fire TV Stick nebst Fernbedienung
Der Fire TV Stick nebst Fernbedienung

Amazons Fire TV Stick ist in den USA ja schon länger verfügbar – nun hat es der Streaming-Stick auch nach Deutschland geschafft. Ich muss gestehen: Ich frage mich nun, warum das so lange gedauert hat. Im Vergleich zur US-Version hat sich beim deutschen Fire TV Stick nämlich gar nicht viel geändert. Okay, bei der Eingabe der E-Mail-Adresse für den Amazon-Account sind E-Mail-Provider wie GMX oder Web.de schon vorbelegt. Das Werbe- und Erklär-Video, das nach der unkomplizierten Installation abgespielt wird, wurde komplett synchronisiert. Und das Netzteil passt in deutsche Steckdosen.

Ansonsten aber hat sich im Vergleich zur US-Version nichts geändert. Die Hardware ist identisch – das heißt, es gelten auch die gleichen (geringen) Einschränkungen im Vergleich zurm Fire TV als Box:

  • Keine USB-Buchse für Tastaturen, Mäuse oder USB-Sticks
  • Etwas schwächerer Prozessor (spielt nur bei Action-Games eine Rolle)
  • Keine Sprachsuche auf der Fernbedienung

Dabei ist für Power-User wohl die fehlende USB-Buchse das wichtigste Argument. Denn darüber lässt sich seit dem neuesten Software-Update 1.5 der Speicher des Fire TV erweitern. Das ist für Nutzer interessant, die besonders viele Inhalte (Apps, Musik o.ä.) lokal speichern wollen.

https://youtu.be/gr80PqxUiaA

Ansonsten aber läuft auch mit dem Stick alles flüssig. Wer die Sprachsuche vermisst, kann sie über die zugehörige Smartphone-App nutzen (gibt es für iOS und Android). Die Fernbedienung wirkt zwar billiger als die der Box, aber das ist zu verschmerzen. In Sachen Benutzerkomfort ist auch der Fire TV Stick vorbildlich. Dabei ist das System deutlich offener, als es zunächst den Anschein hat.

Sicher: schon das Einstiegs-Video verweist auf all die tollen Inhalte, die Amazon zu bieten hat, und wer bequem ist, bekommt wohl nie etwas anderes zu sehen. Doch über eigene Apps stehen eben auch Netflix, Zattoo, Viewster und die Mediatheken der Öffentlich-Rechtlichen bereit. Um das Streamen von iTunes-Inhalten kümmern sich Apps wie der Air Receiver. Zudem steht die komplette Welt der Android-Apps zur Installation bereit – wie das funktioniert, beschreibt ein eigener Artikel hier.

Fazit: Für 39 Euro ist der Fire TV Stick eine interessante Möglichkeit, den Fernseher in Smart-TV und Multimedia-Zentrale zu verwandeln. Nur wer gern bastelt, ist mit dem Fire TV für 99 Euro besser bedient.

Alles zum Fire TV erfahren Sie in “Fire TV – das inoffizielle Handbuch. Anleitung, Tipps, Tricks“.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.