Distributoren-News: BoD will mit Service punkten

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Pünktlich zur Buchmesse ruft der Hamburger Dienstleister BoD unter dem Titel “Ihr Buch – Ihr Team” eine “Service-Offensive” aus. Autoren mit professionellem Anspruch können künftig Dienste rund ums Buch aus einer Hand ordern. Wie ein Blick in die Preisliste zeigt, sind die angebotenen Services nicht billig. Ein Lektorat etwa wird mit 7,90 Euro pro Normseite berechnet – das liegt am oberen Ende der Skala.

Was gehört überhaupt zum Spektrum? Ein Coverdesign gibt es zum Beispiel für 99 Euro (bei Anpassung einer Vorlage) oder 249 Euro (individuelles Design). Den Klappentext formuliert Ihnen ein Experte für 99 Euro. Im Pressepaket für 199 Euro wird mit Uhnen zusammen eine Pressemappe erarbeitet. Für 549 Euro erhalten Sie eine 1/8-Anzeige im Buchjournal. Eine Promotion bei XTME kostet 79 Euro. Die bereits angekündigte Kooperation mit eBuch, die Ihr Buch in fünf Buchhandlungen vorstellen soll, wird nun 69 Euro kosten.

Weitere Dienste:

Der Reiz der Angebote liegt damit sicher nicht im Preis, Lektoren müssen nicht um Kundschaft fürchten. Interessant für den Autor wird’s, weil eben alles aus einer Hand kommt und er sich nicht um zahlreiche Dienstleister kümmern muss. Dafür sind dann die Sparmöglichkeiten begrenzt.
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Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

5 Kommentare

  1. Die einen gehen vorwärts und entwerfen Modelle, bei denen Autoren verdienen und der Profit mit den verkauften Büchern gemacht wird. Das ist natürlich ganz böse für die bestehenden Strukturen. Die anderen zögern sich so lange vorwärts, bis sie wohl auch die letzten Selfpublisher vergrault haben, um dann doch wieder den Autor selbst als Zahlmeister ins Visier zu nehmen.

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