Hardware-News: Amazon stellt das Fire Phone vor

Amazon bleibt seiner Fire-Marke treu. Das schon lange erwartete Amazon-Smartphone heißt demnach nicht Kindle-, sondern Fire Phone. Das Gerät ist hardwaremäßig auf aktuellem Stand: Sein 4,7-Zoll-Display besitzt (nur) HD-Auflösung, angetrieben wird es von einem 2,2-GHz-Prozessor. Die Kamera fotografiert mit 13 Megapixeln und besitzt einen optischen Bildstabilisator. 3D (wie von Gerüchten erwartet) kann das Fire Phone nicht darstellen. Es besitzt aber ein Feature namens “Dynamic Perspective”. Damit reagiert das Handy auf die Art und Weise, wie es vom Nutzer gehalten wird.

Angesichts Amazons Marktmacht ist die Software allerdings viel interessanter. Hier fällt zunächst FireFly auf – ein Programm, das viele Signale aus der Umgebung (Barcodes, QR-Codes und so weiter) erkennt und den Nutzer vor allem passende Dinge kaufen lässt. Es ist klar, dass der angeschlossene Shop Amazon heißt. Natürlich ist auch das komplette Prime-Programm inbegriffen. Fire-Phone-User kaufen Musik, Apps, Filme und natürlich auch eBooks beim Hersteller des Handys. Und natürlich arbeitet das Handy auch problemlos mit Fire TV zusammen.

Ungewöhnlich ist allerdings, dass Amazon das Gerät nicht ganz zum Selbstkostenpreis anbietet. In den USA soll es je nach Speicherausstattung 649 (32 GB) beziehungsweise 749 Dollar (64 GB, beides vertragsfrei) kosten. Amazon verpasst damit wohl zunächst die Chance, auch Smartphone-Käufer schnell in das eigene Ökosystem zu holen. Denn natürlich wird auf dem Gerät (trotz Android-Basis) ohne weiteres kein Google-Play-Store laufen. Wann das Handy nach Deutschland kommt, ist bisher nicht bekannt. In den USA ist es ab 25. Juli zu haben.

Das Fire Phone - lang erwartet
Das Fire Phone – lang erwartet

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

2 Kommentare

  1. Ein Amazon-Fon im Premium-Bereich macht meiner Meinung nach keinen Sinn.

    Aus welchen Gründen sollte jemand über 600 $ für ein Smartfon von Amazon ausgeben, dass weder die Freiheiten von richtigen Android-Fons noch das riesige Medienangebot von Apple (ohne den Zwang nur dieses nutzen zu können) bietet?

    Ein Amazon-Fon kann man meiner Meinung nach nur über den Preis in den Markt drücken nach dem Motto "So einfach und simple wie Apple zu dem Preis eines Billig Android-Fons".

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