Kindle-AllStar-Boni für Juni 2017: Deutlich nach oben – durch Prime Reading?

Bonus time

Im Juni hat Amazon die “Wenigleser-Flatrate” Prime Reading gestartet. Das hat nicht nur die Bestsellerlisten durcheinandergewirbelt (wobei die Verkäufe erstaunlich stabil blieben), sondern auch zu einem Plus an gelesenen Seiten insgesamt geführt. KU-Nutzer lesen nämlich die Prime-Reading-Titel im Rahmen ihrer eigenen Flatrate, die Autoren werden entsprechend dafür mit gelesenen Seiten bezahlt. Im Vergleich zum Mai 2017 gehen die für einen Kindle-AllStar-Bonus nötigen Zahlen deshalb deutlich nach oben.

Wir starten wie gewohnt mit den Buch-Boni. Um die niedrigste Stufe von 250 Euro zu erreichen, musste ein Titel im Juni auf ca. 530.000 gelesene Seiten kommen – im Mai waren es noch 450.000. 500 Euro gab es dann ab ca. 800.000 Seiten (Mai: etwa gleiche Größenordnung). Ab wann der Höchstbonus von 750 Euro gezahlt wurde, ist aus den gemeldeten Zahlen nicht seriös zu ermitteln.

Bei den Autorenboni sind ähnliche Steigerungen zu erkennen. Für den Einstieg mussten es diesmal 515.000 Seiten sein, nur wenig mehr als im Mai. Doch die nächste Stufe zündete diesmal erst ab ca. 800.000 Seiten – im Mai waren es noch 720.000 gewesen. Und die, die auf 2500 Euro gehofft hatten, wurden ebenfalls enttäuscht: 1,51 Millionen Seiten, die im Mai noch für 2500 Euro gereicht hatten, brachten diesmal nur 1500. 3500 Euro erhielt, wer wenigstens 2,1 Millionen Seiten verzeichnete. Wo die Schwellen zu 5000 und 7500 Euro lagen, ist diesmal nicht genau festzustellen. Es haben sich zwar fast so viele Autoren wie sonst beteiligt, jedoch vor allem mit 500er- und 1500er-Boni.

Ganz interessant ist es, sich mal die Juni-Einkünfte der AllStar-Autoren im Vergleich zum Vormonat anzusehen. Die Kindle-Unlimited-Quoten sind ja erneut gesunken. Doch da man bei derselben Bonusstufe diesmal mehr Seiten brauchte, sind die Einkünfte der Stufe-1-Autoren etwa konstant geblieben (2295 € plus Einnahmen aus Verkäufen). Bei denen, die 1500 Euro Bonus erreicht haben, sind die Einkünfte gestiegen, von 4083 auf 4689 Euro im Juni – auch hier kommen die Honorare aus Verkäufen noch hinzu. Das Verhältnis Kauf zu Leihe ist stark genreabhängig, aber trotzdem dürfte das Honorar der 100 bestplatzierten (Amazon-exklusiven) Autoren im Juni jedenfalls nicht unter 5000 Euro gelegen haben. Auch wer nur 500 Euro Bonus erreichte, müsste mit mind. 3500 – 4000 Euro gesamt noch ganz gut dastehen, das entspricht etwa dem Bruttoverdienst eines Lehrers.

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Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

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