Kindle-AllStar-Boni für Mai 2017: Änderungen nur an der Spitze

Bonus time

Besten Dank erst einmal – in diesem Monat haben die KindleUnlimited-Autoren ihre AllStar-Zahlen (was hat es mit den AllStar-Boni auf sich?) besonders fleißig gemeldet, immerhin 40 haben mir per Facebook oder E-Mail ihre Daten zugeschickt. Je mehr Zahlen bekannt sind, desto leichter lassen sich die einzelnen Stufen abgrenzen. Das ist diesmal vor allem für die “unteren Ränge” sehr gut möglich. Hier zeigt der Vergleich mit den AllStar-Boni für April, dass der Markt sich weitgehend stabilisiert hat.

Wie immer beginnen wir mit dem Buchbonus: Hier gab es im Mai ab ca. 450.000 Seiten 250 Euro Bonus (April: ca. 430.000 Seiten). Die zweite Stufe begann im Mai bei etwa 700.000 Seiten (April: 650.000 Seiten). Der leichte Anstieg erklärt sich schon daraus, dass Mai einen Tag mehr hat als April. Die 750-Euro-Stufe kann ich diesmal nicht seriös einordnen, hier fehlen mir Daten. Sie liegt auf jeden Fall deutlich über 1,2 Millionen Seiten.

Bei den Autorenboni war der Einstieg im Mai ein bisschen einfacher als im Vormonat (500.000 vs. 520.000 Seiten). Wer die nächste Stufe erreichen wollte, musste ungefähr 730.000 Seiten auf den Zähler bringen, fast identisch zu April (728.000 Seiten). Die Grenze für 2500 Euro ist deutlich gestiegen, sie beginnt vermutlich bei 1,32 Millionen (April: gute eine Million). Für 1,9 Millionen Seiten hätte es im April schon 3500 Euro gegeben, diesmal noch 2500 Euro. Im April hatte die Schranke noch bei 1,55 Millionen gelegen. Damit sind wir beim 5000-Euro-Bonus, für den es wie im April bei etwa 2,3 Millionen Seiten losging. Zum Maximalbonus von 7500 Euro fehlen mir Daten; ich schätze mal, dass er wieder ab etwa 3 Millionen Seiten begann.

Was kann man noch sagen? Berücksichtigt man den Rückgang der KU-Quoten, mussten alle AllStar-Autoren Einkommenseinbußen von etwa 1,5 Prozent hinnehmen (unter der Annahme, dass 50% der Einnahmen aus KindleUnlimited kommen). Für Boni und gelesene Seiten der Top-150-Autoren zusammen hat Amazon im Mai (ähnlich wie schon im April) in Deutschland insgesamt etwa 880.000 Euro ausgegeben. Nimmt man an, dass KU normalerweise ein Drittel der Autoreneinnahmen ausmacht und die Verkäufe zwei Drittel (der genaue Anteil ist definitiv genreabhängig), dann zahlt Amazon hierzulande derzeit jeden Monat etwa 2,6 Millionen Euro an die Top 150 aus. Dazu kommt dann noch der “Long Tail”, für den derzeit keine fundierte Schätzung möglich ist. Vielleicht kann man grob vom selben Betrag ausgehen?

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

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