Neues vom Tolino shine: Software-Update, Rooten und Android

Endlich bin ich dazu gekommen, meinen Tolino shine auf die neueste Software zu aktualisieren. Was gibts Neues? Die Programmierer haben sich der wichtigsten Kritikpunkte angenommen, die ich noch beim ersten Test des Tolino shine genannt hatte. Also: interne Links im Text funktionieren nun.

Man kann Markierungen und Notizen anfertigen, die gemeinsam mit den Lesezeichen abrufbar sind. Wo der Tolino den Inhalt der Markierungen speichert, habe ich noch nicht herausgefunden. Zeilenrand und -abstand sind nun einstellbar, dito die Formatierung. Bei Büchern auf SD-Karte vergisst der eReader die Lesezeichen nicht mehr, wenn man die Karte entfernt.

Lesezeichen (oben rechts), interner Link (3. Zeile), Notiz (7. Zeile) und Markierung (letzte Zeilen) in einem Tolino-eBook.

Der Trick mit dem Wechsel des Bildschirmschoners funktioniert noch. Es ist auch weiterhin möglich, durch Verlassen des eBooks Bildschirmfotos anzufertigen. Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit, mit der man nun auch alle Menüs abfotografieren kann: Der Tolino shine lässt sich rooten und dann als Android-Gerät verwenden. Allesebook hat eine gut nachvollziehbare Anleitung erstellt, die auch bei mir funktioniert hat. Nur eine kleine Abwandlung war nötig: Bei Schritt 6 musste ich den Tolino erst ausschalten und dann mit eingelegter Speicherkarte neu starten.

Danach steht der Google-Play-Store bereit, der unter anderem auch Screen-Capture-Apps führt. Natürlich ist der Tolino shine kein Tablet-Ersatz, der Bildschirm wird auch unter der Android-Oberfläche nicht schneller. Aber viele Apps funktionieren, z.B. auch der Cool Reader. Die Kindle-App habe ich leider nicht zum Laufen gebracht – damit wäre der Tolino dann ein wirklicher Alles-Leser.

Die Änderungen und Ergänzungen habe ich inzwischen auch in meinem inoffiziellen Handbuch zum Tolino shine untergebracht.

Hauptbildschirm des Tolino shine, unter Android mit Screencapture eingefangen (auf dem eReader sind statt Farben natürlich nur Graustufen zu sehen)

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

6 Kommentare

  1. Hallo,

    ich interessiere mich für ihr inoffizielles Handbuch.

    Gibt es hierzu auch ein Inhaltsverzeichnis?
    Hintergrund:
    Ich habe einen Tolino mit SW Version 1.3 gekauft.
    Bildschirmschoner austauschen funktioniert nicht mehr.
    Wird auch das Thema Root für SW Version 1.3 erklärt?

    Gruß Enzo

  2. Hallo, Sie kennen sich wohl sehr gut im Tolino aus. Habe mir einen Tolino kaum gebraucht bei ebay gekauft und der bleibt so oft hängen, daß ich es gerade vergessen kann damit zu lesen. Jetzt hängt er so, daß er auch mit RESET nicht zum laufen gebracht werden kann. Kann ich etwas tun um das Problem zu lösen? Ober wissen Sie wo ich den Tolino zur Garantiereparatur hin schicken könnte?
    MfG
    Maria

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