Reduzierte Mehrwertsteuer auf eBooks: Luxemburg knickt ein

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Das eBook gilt nun auch in Luxemburg nicht mehr als förderungswürdig: Nachdem Autoren bei den in diesem Land ansässigen Firmen Amazon und Apple jahrelang von einer auf 3 Prozent ermäßigten Umsatzsteuer auf eBooks profitieren konnten, müssen nun auch die Luxemburger in den sauren EU-Apfel beißen. Ab 1. Mai sind für eBook-Verkäufe dort 17 Prozent Umsatzsteuer fällig.

Die EU-Kommission hatte gegen das Land beim Europäischen Gerichtshof ein Vertragsverletzungsverfahren eingeleitet. Als Grund für die Klage wurden dabei mögliche Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU angeführt.

Die Änderung betrifft durch die Umsatzsteuer-Umstellungen zum 1. Januar diesen Jahres deutschsprachige Autoren allerdings nur noch am Rande – für Verkäufe an deutsche oder österreichische Leser werden seitdem ja eh schon 19 beziehungsweise 20 Prozent Umsatzsteuer einbehalten.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

Ein Kommentar

  1. Mögliche Wettbewerbsverzerrungen? Bin dann mal gespannt wann die EU-Kommission wegen der unterschiedlichen Sozialsysteme oder der unterschiedlichen Rechtssysteme aktiv wird.

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