Neue Preise im Print on Demand: ePubli beliefert den Buchhandel konkurrenzfähig (2. Update)

Der Berliner Selfpublishing-Dienstleister ePubli hat seine Preise deutlich gesenkt. Mit den neuen Druckkosten wird es erstmals möglich, über ePubli den Buchhandel (inklusive Amazon) zu konkurrenzfähigen Preisen zu beliefern. Bei einem Taschenbuch im Format 12,5 x 19 Zentimeter mit 200 Seiten Umfang bleibt zum Beispiel bei Lieferung in den Buchhandel noch ein Autorenhonorar von 1,53 Euro – das ist deutlich mehr als bei einem Verlag. Weitere Formate können Sie über den ePubli-Preisrechner selbst kalkulieren.

Distributoren-News: Freie eBook-Preisgestaltung bei BoD

Ab sofort können Autoren ihre eBooks beim Hamburger Dienstleister BoD unabhängig von der gedruckten Ausgabe bepreisen – mit zwei Ausnahmen: Das eBook darf nicht weniger als 99 Cent kosten und nicht teurer sein als das gedruckte Buch.

Der Mindestpreis gilt übrigens nicht für Preisaktionen, die zum Start eines neuen Titels möglich sind, und zwar für maximal acht Wochen. In diesem Rahmen darf der eBook-Preis auch 0 Euro betragen, und zwar für alle angeschlossenen Shops.

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Autoren-Tipp: Wie kommt Spannung in eine Geschichte?

Im Literarischen Salon in Hannover kritisierte ein Gast letztens, dass Self Publisher offenbar nur am Geld interessiert seien – und kaum an der sprachlichen Qualität ihrer Arbeit. Oder wie sei der typische Inhalt der Beiträge in der Selfpublisherbibel sonst zu interpretieren? Der Mensch hat Recht. Es gibt auch Themen abseits von Honoraren und Tantiemen, die spannend sind.
Deshalb nun der erste Gastbeitrag von Karla Schmidt zum Thema “Wie kommt Spannung in eine Geschichte?”
Ich habe gerade den Roman Americanah von Chimamanda Ngozi Adichie gelesen. Ach was – verschlungen! In zwei Tagen waren die knapp 600 Seiten, die derzeit als große Weltliteratur gehandelt werden, ausgelesen.

Autoren-Tipp: Was tun, wenn ein Verlag anklopft?

Wie sehr sich die Position erfolgreicher Autoren durch das Self Publishing geändert hat, zeigt die Tatsache, dass inzwischen bei jedem erfolgreichen Indie-Autor die Verlage anklopfen und höflich um einen Vertrag bitten. Doch es gibt dabei erstens nicht nur seriöse Anbieter – und zweitens setzen auch die namhaften Verlage in ihren Vertragsvorschlägen gern Klauseln ein, die für den Autor nicht unbedingt vorteilhaft sind.

Ein unerfahrener Self Publisher, vielleicht ein bisschen geschmeichelt durch den berühmten Namen auf dem Briefpapier, vergisst dann schnell, dass das seitens des Verlags natürlich nur ein Angebot ist. Es ist wie auf dem Basar: Der Verlag rechnet damit, dass der Autor nun Gegenvorschläge macht – und am Ende einigt man sich auf ein Paket, das allen Wünschen gerecht wird.

Was sollten Sie bei den Vertragsverhandlungen beachten, worauf sollten Sie auf keinen Fall eingehen?

Diskussion: Was für eine Veröffentlichung im Verlag spricht

Tim Rohrer, Gründer und Betreiber der Lese-Community Leselupe.de, hat gerade ein eBook im Self Publishing veröffentlicht einen Verlag gegründet, den FeuerWerke Verlag. Ein neuer Verlag? Braucht das jemand? Das habe ich mich gefragt, als ich Tims Pressemitteilung erhielt. Und die Frage an den Neuunternehmer weitergeschickt. Im folgenden Tim Rohrers Antwort in Form eines Gastbeitrags.

Selfpublishing vs. Verlag

Immer mehr Autoren entscheiden sich heute bewusst (oder aus Mangel an Verlagsangeboten) für eine Veröffentlichung als Selfpublisher. Das ist gut, denn so werden mehr Bücher denn je veröffentlicht. Dadurch haben Leser eine größere Auswahl und Autoren, die naturgemäß einen hohen „Veröffentlichungsdruck“ verspüren, können ihr Werk selbstbestimmt der Welt präsentieren.

Anbieter-News: Neue Verkaufs-Plattform Flipintu auch für Autoren interessant?

Wie die neue Buch-Entdeckungs-Plattform Flipintu funktioniert, haben schon andere ausführlich beschrieben. Doch was haben Autoren davon? Ein Self-Publishing-Angebot ist jedenfalls nicht Bestandteil der Plattform – man wendet sich speziell an Verlage, die dort eigene virtuelle Regale aufbauen und vermarkten können.

Trotzdem kann Flipintu für Autoren interessant sein – über das Blogger-Modul. Blogger können nämlich eigene Buch-Auswahlen zusammenstellen und als Mini-Buchladen auf ihren Seiten veröffentlichen. Für jeden so vermittelten Verkauf erhalten sie derzeit 10 Prozent Provision: Das ist mehr, als etwa das Amazon-Partnerprogramm zahlt (und nebenbau auch weit mehr, als ein Verlagsautor als Honorar für sein Buch bekommt).

Neuer Self-Publishing-Dienstleister: Podbook.de macht Print und eBook

Die Kölner Verlagsgruppe Rudolf Müller, eigentlich als Fachinformationsanbieter auf die Bereiche Bauen, Immobilien und Handelsmarketing spezialisiert, versucht sich mit der Plattform podbook.de als Self-Publishing-Dienstleister. Die Plattform selbst macht einen soliden Eindruck.

Die finanziellen Bedingungen, die Autoren dort vorfinden, sind allerdings wenig attraktiv: Ein Taschenbuch mit 300 Seiten muss zum Beispiel mindestens 15,90 Euro kosten, damit beim Autor ein Betrag von einem Euro hängen bleibt. Verlagstitel dieses Umfangs kosten in der Regel unter 10 Euro; der Self Publisher ist damit im Buchhandel nicht konkurrenzfähig. Niedrigere Preise bietet der Kalkulator gar nicht erst an.

Neu: Buchtalent.de – lohnt sich die virtuelle Autoren-Agentur?

Derzeit scheint es an der Zeit für neue Konzepte: nach bestselleridee.de kommt nun auch die aus der Self-Publishing-Branche nicht ganz unbekannte Firma Tredition mit einem in dieser Form neuartigen Konzept. Ihre Plattform Buchtalent.de fungiert als eine Art virtueller Agent: Manuskripte, die Autoren hier einstellen, werden zunächst Verlagen vorgelegt (die Tredition allerdings auch erst noch von der Teilnahme überzeugen muss).

Kauft der Verlag das Manuskript, was wohl eher die Ausnahme als die Regel ist, ist der Prozess auch schon zuende (die Einzelheiten machen dann Verlag und Autor aus). Der Verlag kann eine Buchidee aber auch “beobachten”, also eine Art Option erwerben. Dafür muss der Verlag nichts zahlen. Der Autor veröffentlicht sein Buch dann über Buchtalent.de als Print und eBook, Tredition bringt es in den Handel. Der Verlag, der die Option hat, wird über die Entwicklung der Verkäufe unterrichtet und kann dem Autor jederzeit einen Vertrag anbieten. Parallel erhält er sogar 2,5 Prozent vom Umsatz.

Der Selfpublisher-Bibel-Test: Elf Fragen für ein besseres Buchprojekt

Beim Stöbern im Netz stieß ich heute zufällig auf “The Joel Test: 12 Steps to Better Code” von Joel Spolsky. Spolsky ist ein in der Szene unter anderem für sein Blog “Joel on Software” bekannter Programmierer. Sein nicht ganz ernstgemeinter Joel-Test soll Programmierer über zwölf einfache Ja/Nein-Fragen animieren, über die Erfolgschancen ihres eigenen Projekts nachzudenken.

Beim Lesen des Beitrags fiel mir auf, dass sich der Test auch leicht auf Projekte im Self Publishing übertragen lassen müsste, wenn man die einzelnen Werkzeuge anpasst und berücksichtigt, dass das Erstellen eines Buches oder eBooks oft weniger Teamprozess ist als das Programmieren. Das versuche ich hiermit – Ihre Berichtigungen und Kommentare dazu sind mir sehr willkommen.