Kindle-AllStar-Boni für März 2017: Etwa auf Vormonats-Niveau

Berücksichtigt man, dass der März drei Tage länger ist als der Februar, dann kann man sagen, dass sich das Leseverhalten in KindleUnlimited etwa auf dem Niveau des Vormonats eingepegelt hat.

Zunächst der Buchbonus: Hier konnte man im März ab ca. 440.000 Seiten auf 250 Euro extra hoffen, etwa derselbe Betrag wie im Februar. 500 Euro gab es ab ca. 670.000 Seiten (deutlich weniger als im Vormonat), und für 750 Euro mussten es 1,3 Millionen Seiten sein (ebenfalls weniger als einen Monat zuvor). Der Trend, dass sich das Lesen in KU auf die Spitzentitel konzentriert, hat sich im März also nicht fortgesetzt, es wurde wieder breiter gelesen.

Bei den Autorenboni lag die Einstiegshürde zum Frühlingsanfang bei knapp 500.000 Seiten. Das ist zwar absolut mehr als im Februar, aber relativ – pro Tag – ist es sogar etwas weniger geworden. 1500 Euro gab es ab ca. 740.000 Seiten (Februar: 700.000). Für 2500 Euro mussten es rund 1,2 Millionen Seiten sein (gleichbleibend), und 3500 Euro Bonus gab es ab 1,585 Millionen Seiten. Wo es mit 5000 Euro losging, ist nicht ganz klar, ich würde die Grenze auf zwei Millionen Seiten schätzen. Gleiches gilt für den Maximalbonus von 7500 Euro, der ab etwa 3,5 Millionen Seiten begonnen haben müsste.

In diesem Monat habe ich erstmals auch die dazugehörigen Verkaufszahlen abgefragt. Diese werden erst im nächsten Monat richtig interessant, wenn man erste Vergleiche anstellen kann. Was sich jetzt schon sagen lässt: das Verhältnis aus Leihen zu Verkäufen ist selbst im gleichen Genre bei den Autoren höchst unterschiedlich; es reicht von 7:1 (750.000 Seiten bei 200 Verkäufen) bis 1:5 (450.000 Seiten bei 4500 Verkäufen). Dementsprechend wird sich auch der Anteil, den KindleUnlimited an den Gesamteinnahmen eines Autors hat, extrem von Autor zu Autor unterscheiden.

Die mittleren Einnahmen der Autorinnen und Autoren mit AllStar-Bonus haben sich im März im Vergleich zu Februar insgesamt leicht erhöht, obwohl die KU-Quote einen historischen Tiefststand erreicht hat. Amazon musste dementsprechend für März etwas mehr Geld für Boni lockermachen.

Matthias Matting
  • Matthias Matting
  • Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

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