AllStar-Boni für Januar: Wieviele gelesene Seiten Sie in diesem Monat brauchten

Im Januar erfolgte die Berechnung der AllStar-Boni letztmalig auf Basis des alten KENPC-Systems. Es überrascht deshalb nicht, dass im Vergleich zu Dezember 2015 die Zahlen deutlich angestiegen sind. Viele Autoren, die diesmal auf eine höhere Bonusgruppe gehofft hatten, wurden denn auch enttäuscht. Über 40 (neuer Rekord – und vielen Dank!) haben mir ihre Zahlen für die folgende Statistik zur Verfügung gestellt.

Beginnen wir bei den Buch-Boni, die an die 100 meistgelesenen Titel in KindleUnlimited gehen. Hier mussten es für 250 Euro diesmal wenigstens rund 440.000 Seiten sein – im Dezember hatten noch 365.000 gereicht. 500 Euro gab es ab etwa 830.000 Seiten (Dezember: 650.000). Den höchsten Bonus von 750 Euro zahlt Amazon bei deutlich über 2,3 Millionen – hier kann ich mangels Vergleichszahlen keine genauere Grenze angeben.

Um einen Autorenbonus (gibts für die 150 meistgelesenen KU-Autoren) zu erreichen, brauchte man im Januar wenigstens 350.000 Seiten (sogar etwas mehr) – im Dezember waren es noch 300.000. Vor Monatsfrist waren auch “nur” 480.000 Seiten nötig, um  sich für 1500 Euro zu qualifizieren – diesmal schon 620.000. Die nächste Stufe, 2500 Euro, lag dann bei 1,2 Millionen Seiten (Dezember: 950.000). Mit 1,85 Millionen Seiten können Autoren im Januar auf 3500 Euro Bonus hoffen (Vormonat: 1,5 Millionen). Die Schwelle zu 5000 Euro Bonus muss bei über 2,5 Millionen Seiten gelegen haben (Dezember: 2,1 Millionen). Und schließlich gab es für zehn Autoren auch noch 7500 Euro extra, wofür schätzungsweise 4 Millionen Seiten nötig waren (sehr grobe Schätzung).

Haben die 150 Bonus-Empfänger im Januar mehr oder weniger verdient als im Dezember, wo doch die KindleUnlimited-Quote von 0,38 auf 0,33 Cent gefallen ist? Überraschung: trotzdem kam im Mittel eine höhere Überweisung aufs Konto. Das gilt in allen Bonusklassen. 50 Autoren (mit 500-Euro-Bonus) haben mit ihren KU-Titeln bei Amazon allein durch Ausleihen im Januar zwischen 1600 und 2500 Euro verdient (Verkäufe kommen noch dazu). Bei den 1500-Euro-Empfängern (nochmal 50) lag der Monatsverdienst zwischen 3600 und 5200 Euro. Beim 2500er-Bonus (20 Autoren) waren es schon 6400 bis 8500 Euro. In der 3500er-Klasse (10 Autoren) dann knapp 10.000 bis 12.000 Euro, bei 5000 Bonus 12.000 bis 16.000 Euro und in der Königsklasse über 16.000 Euro. Wie gesagt – ohne Verkäufe und auch ohne die separaten Buch-Boni. Im Vergleich zu Dezember sind diese Zahlen um zwei bis fünf Prozent gestiegen.

Das gilt allerdings nicht für Autoren, die wegen der gestiegenen Lesezahlen diesmal einen geringeren Bonus erhalten haben. Für sie ist quasi eine doppelte Einbuße entstanden. Dauerhafter Erfolg mit KindleUnlimited verlangt im Grunde, regelmäßig Neuerscheinungen platzieren zu können, um den Platz in den Bonus-Regionen gegen Neuautoren zu verteidigen.

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.