Amazon ohne Exklusivität, Gleichstellung bei Lovelybooks, besseres Tolino: Was Selfpublisher sich von den Anbietern wünschen

(Bild: 6kor3dos / depositphotos.com)

Der allerletzte Teil unserer Frage- und Wunschrune befasst sich mit den Firmen im eBook-Markt. Was sollte Amazon besser machen, wo drückt bei Tolino der Schuh? Wo brauchen Selfpublisher Hilfe, wo wollen sie Gleichberechtigung?

  • Amazon Publishing sollte man unter die Lupe nehmen. Die kaufen ja alles auf, was nicht bei drei auf den Bäumen ist. Gibt es bald überhaupt noch erfolgreiche Indies?
  • Tolino ist wie die Telekom.
  • eBooks von Self-Publishern sollten weiterhin gleichberechtig neben Verlagsbüchern gelistet werden. Der Leser sollte unbeeinflusst selbst entscheiden können, was ihn interessiert. Die Such-Mechanismen der Shops sollten transparent und gerecht sein, z.B. durch gesetzliche Vorgaben.
  • Tolino sollte zu Potte kommen, sodass es tatsächlich eine weitere Option ist. Momentan steckt es ja noch in der Beta-Phase und die angegliederten Shops gehen mit den SP-Titeln unterschiedlich um. Das sollte unbedingt vereinheitlicht werden.
  • Amazon sollte endlich feste Beträge für KOLL und KU einführen und die Teilnahme an KOLL und KU nicht von der Exklusivität abhängig machen.
  • Bessere Sichtbarkeit für neue Autoren bei Amazon; Abschaffung/Neugestaltung des Bewertungsystems bei Amazon
  • Gleichstellung auf Leserplattformen (z.B. Lovelybooks) von Indie- und Verlagsautoren
  • Der Dominanz von Amazon, obwohl Amazon aus meiner Sicht dem SP den Durchbruch ermöglicht hat, müssen andere, ähnlich qualifizierte Anbieter entgegenstehen, damit man als SPler ein wenig mehr Sicherheit genießen kann. Aber auch diesbezüglich bin ich optimistisch.
  • Wunsch: Online-Shops, die Self-Publishing stärken promoten und nicht nur auf klassische Verlagstitel setzen.
  • Wunsch: Amazon gibt seinen Anspruch auf Exklusivität auf.
  • Tolino sollte noch mehr in den Shops nachbessern, um die Sichtbarkeit der Selfpublisher zu gewährleisten, denn wenn man sich dem SP-Markt öffnet, dann auch mit den gleichen Voraussetzungen, die auch für Verlagsveröffentlichungen gelten.
  • Der Tolino-Media ist zu wünschen, dass sie ihre technischen Startschwierigkeiten beheben kann, um eine ernst zu nehmende Alternative im Gegengewicht zu Amazon darstellen zu können. Konkurrenz belebt immerhin das Geschäft! Es kann für Indie-Autoren nur nützlich sein, auch im Bereich der Tolino-Kunden neue Leser zu finden. Diese Ziele zu erreichen, bedarf es momentan aber offenkundig noch eines reichlichen Maßes an Geduld mit den Initiatoren durch die Autorenschaft. Offenheit in Sachen Zuhören und Zusammenarbeit ist erfreulicherweise bei den Machern aber deutlich erkennbar.
  • Das Selfpublishing sollte sich weiter professionalisieren. Außerdem wäre eine weitere Entwicklung attraktiver E-Book-Anbieter wünschenswert, damit Amazon nicht aufgrund seiner Marktmacht den Autoren die Daumenschrauben ansetzen kann.
  • Weniger Deals, damit diese sich wieder lohnen.
  • Zudem ist die Tolino-Plattform ein begrüßenswerter Schritt in Richtung Marktpluralität, was SPler vor einer langfristigen Abhängigkeit von Amazon schützen kann. Ein Ausbau dieser Plattform (bzw. einfachere Bespielbarkeit) wäre wünschenswert.
  • Amazon sollte bei Select auf Exklusivität verzichten. Die Buchpreisbindung sollte abgeschafft werden.
  • Es wäre auch toll, wenn die Tolino-Allianz SPler optimaler unterstützen würde, als das bislang der Fall war. tolino media ist eine gute Idee, die Umsetzung bislang aber sehr schwach.
  • Dienstleistungen wie Lektorat sollten unbedingt günstiger werden, damit auch Indie-Autoren eine bessere Qualität abliefern können.
  • Bessere Sichtbarkeit für ebooks von Self-Publishern. Monopolisierung sollte verhindert werden.
  • Kürzere Vertragslaufzeiten bei Distributoren/Direktanbietern.
  • Verlässlichere und einheitlich bleibende Druckqualität für Print On Demand.
  • Transparente und zeitnahe Reportings und Abrechnungen.
  • Option, baukastenartig mit div. Anbietern zugleich/aufgeteilt zu kooperieren.
  • Zu verhindern: übermäßige Marktmacht nur eines Anbieters (egal ob amazon oder Tolino)
  • Ich würde mir wünschen, dass sich Tolino Media als echte Alternative zur Amazon Exklusivität herausstellt oder Amazon für seine Selectautoren attraktiver durch feste Planbarkeit wird (Boni )
  • Es wäre toll, über amazon andere Shops zu erreichen. Ich habe keine Lust, mich mit verschiedenen Anbietern zu beschäftigen.
  • Es sollte unbedingt von Seiten amazons verhindert werden, dass einzelne Rezensenten durch Schmährezensionen Autoren schaden können. Hierzu müssten die Rezensionsrichtlinien verändert werden bzw. Rezensionen, die nicht den Richtlinien entsprechen auch wirklich gelöscht werden. Rezensenten, die wiederholt negativ auffallen, sollten gesperrt werden.
  • Uns self Publishern sollte mehr Respekt gegenüber geäußert werden. Denn wir arbeiten genauso hart für unsere Bücher wie Verlagsaztoren.
  • Self Publisher sollten Amazon kritischer hinterfragen, statt als Götze anbeten.
  • Ich wünsche mir ein offeneres Ohr bei den Buchhändlern
  • Verhindert werden sollte dieses blöde Rankinggeschummel. Die Rankings bei Amazon entsprechen doch nicht der Realität.
  • Alle Neuerscheinungen sollten mindestens 1 Woche auf allen Plattformen als solche gekennzeichnet werden, für alle gleich.
  • Ich bin mit meinem Self-Publishing-Anbieter sehr zufrieden, befürchte aber, dass der ganze Bereich in Zukunft von zwei bis drei “Großen” dominiert werden wird. Dann wird es wohl auch nicht mehr lange dauern, bis inhaltlich bzw. bei der Preisgestaltung Einfluss genommen wird. Wenn ich es mir wünschen dürfte, sollte dies tunlichst verhindert werden.
  • Dass man in einem Self-Publishing Buch wenigstens vernünftig lesen kann … Ich selbst habe die deutsche Sprache nie in der Schule gelernt, aber was ich in diesen Büchern lese, tut mir weh … Wenn ich ein Buch schreibe, sollte ich wenigstens die gröbsten Rechtschreibe und Grammatik-Fehler beseitigen, um meinem Leser etwas ordentliches vorzusetzen. Deshalb meine Bitte an diese Self-Publishing Verlage … bietet den Autoren ein ordentliches Korrektur-Programm an und lest die produzierten Bücher einmal selbst, sperrt die User die absolut kein Korrektur-Programm nutzen und vor Fehler nur so strotzen, dann wird auch das e-Book über eure Verlage etwas mehr Niveau erhalten. Ich lese sehr viel, was ich da manchmal lese ist erschreckend und dafür soll ich noch Geld bezahlen … Das ist ein No-Go … sorry auch ich muss für mein Geld arbeiten und möchte für das was ich kaufe Qualität
  • Amazon hat immernoch eine zu grosse Marktmacht, aber fuer Autoren aus dem aussereuropaeischen Ausland gibt es leider nicht viele Alternativen (Distributoren akzeptieren i.d.R. nur in DTS’ EU ansaessige Autoren). Das ist sehr schade.
  • Die kostenlosen Angebote von ebooks werden hoffentlich durch Kindle Unlimited etc. bald abgeschafft.
  • Was mir persönlich am wichtigsten wäre ist die Möglichkeit, besser zu werben. In den meisten Stores habe ich keinerlei Einfluss, wie meine Bücher gelistet sind oder etwas an der Sichtbarkeit zu tun.
  • Amazon soll so bleiben wie es ist. Da ich mit meinem zweiten Buch ohne Werbung und ohne Facebook, ohne Social Media Presence, im Jahre 2014 sehr erfolgreich war.Auch jetzt, 2015, läuft es sehr gut.
  • Stärkere Konkurenz durch Tolino
  • Bessere Sichtbarkeit von Indie-Ebooks bei den Online-Händlern der Tolino-Schiene
  • Ich schreibe noch nicht lange genug, um das wirklich beurteilen zu können. Das wollten Sie sicher gar nicht wissen, aber ich sage Ihnen einmal, was mich wirklich ärgert. Ich schreibe im Bereich Erotik und Thriller. Was sich da alles an absolutem Mist tummelt, ist unglaublich. Da kann jeder Vollidiot seine dümmlichen Machwerke anbieten, ohne Orthografie-, Grammatik- oder Interpunktionskenntnisse. Vom Stil und Inhalt ganz zu schweigen. Das Schlimmste aber ist, dass es ohne Probleme möglich ist, einen “Roman” mit 7 (in worten: sieben) Seiten für 2,99 Euro einzustellen. Nun könnte man sagen, ja, wer das dann kauft, ist selbst schuld. Stimmt, aber dieses Abzocker sind gar nicht darauf aus, ihre “Romane” zu verkaufen. Sie profitieren von den Auszahlungen im KDP-Select-Programm, wo es gar keine Rolle spielt, wieviel Arbeit jemand in seinen “Roman” gesteckt hat. Diese Gauner greifen da eine Menge Geld ab, was besser unter denen verteilt würde, die vernünftige Arbeit geleistet haben. Ich frage mich, wieso Amazon das duldet und damit auch noch unterstützt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Vater des Gedanken war. So, das musste ich einmal los werden! Vielen Dank!
  • Lovelybooks gehört abgeschafft und Amazon sollte ein SELECT ‘Light’ ohne Exklusivität einführen.
  • Zudem sind für mich die AllStarBoni, die ich bereits mehrfach erhalten habe, ein weiterer Ansporn mich als Autor weiterzuentwickeln und auf den Markt hin zu schreiben, was sich nicht ausschließt. Allerdings halte ich meine Kritik an Amazon aufrecht, dass man immer noch computerübersetzte E-Books zulässt. Leider merke ich auch die Mehrwertsteuererhöhung seit Januar 2015 und die sinkenden Ausleihtantiemen bei KDP, aber es bleibt immer noch genug übrig, um mir als Freiberufler ein zweites Standbein geschaffen zu haben. Und dafür bin ich meinen Leserinnen und Lesern (und Amazon) dankbar. Ich weiß aber, dass im nächsten Monat auch alles vorbei sein kann.
  • Wünschen würde ich mir, dass Rezensionen erst dann veröffentlicht werden, wenn der betreffende Rezensent mindestens drei Rezensionen geschrieben hat, um das Hochjubeln von E-Books durch einmal-und-nie-wieder-Rezensenten zu unterbinden.
  • Mein Wunsch wäre es, dass die Bewertungen auf Amazon nicht mehr so wichtig sind. Da das System für diese Bewertung schammig und undurchsichtig ist und oftmals nichts mit der Qualität das Buches zu tun hat.
  • Tolino Media wird hoffentlich bald ein paar “Kinderkrankheiten” verlieren und sich weiter zu einer guten Alternative zu KDP entwickeln.
  • Tolino bzw. betreffende Shops sollte Links zur eigenen Webseite zulassen, auf der sich Links zur Konkurrenz befinden.
  • BookRix sollte aktiv auf seinen Seiten nach literarisch wertvollen Büchern suchen und die Autoren mit Marketing unterstützen.
  • Self-Publisher sind ernst zu nehmende Autoren und sollten auch als solche gesehen werden. Keine Abwertungen oder “Brandmarkungen” auf Shops unter dem Motto “Die machen alles selbst, vom Cover über Lektorat bis zum Korrektorat.” (Machen wir, aber manchmal wird das sehr abwertend formuliert)
  • Ich finde, die Self Publisher sollten auch durch den Handel besser unterstützt werden.
  • Ich wünsche mir eine genauere Auffindbarkeit von eBooks und Büchern auf Online-Portalen nach Kategorien und Unterkategorien. Bzw. die Möglichkeit, mit sehr vielen Schlagworten zu arbeiten. Denn ich schreibe (und lese) Sachbücher für Menschen mit speziellen Interessen.
  • Zudem wünsche ich mir, dass auf allen Online-Portalen ausführliche Leseproben und Inhaltsverzeichnisse eingestellt werden können (und nicht nur bei Amazon).
  • Erhöhung der Sichtbarkeit in den Portalen, ohne ständig den Marketingaufgaben hinterher laufen zu müssen.
  • Zum anderen wünsche ich mir, dass die deutschen Online-Händler das Potential, das auch für sie in Self-Publishern steckt, erkennen und die Ebooks entsprechend vermarkten. Wenn man, wie jetzt bei Thalia etc. geschehen, Self-Publisher erst einmal aus allen Kategorien schmeißt und dann noch einen Erklärungstext zum Thema Self-Publishing veröffentlicht, der jeden potentiellen Käufer abschreckt, hat man die Zeichen der Zeit definitiv nicht erkannt. Amazon ist da deutlich weiter.
  • Ich würde mir wünschen, dass mehr Geld beim Autor ankommt. Er hat immerhin die meiste Arbeit an dem ganzen Prozess. Die Seiten, auf denen man sein Buch veröffentlicht, haben einen automatischen Veröffentlichungsprozess, das kostet sie keinen weiteren Penny. Ich bekomme zur Zeit über einen Distributor gerade einmal 1/3 von dem Verkaufspreis, den ich angebe.
  • Eine ernst zu nehmende deutsche “Amazon-Alternative” wäre schön. Und ein Durchsetzen von bedienungsfreundlichen Abo-Modellen für serielles Erzählen, das dem Autor schon während des Schreibprozesses Einkommen ermöglicht.
  • Verhindert werden sollten Monopolisten jedweder Form (auch Buchhandel, Internetanbieter oder ähnliches) im Verlagswesen, die den Druck auf die Autoren und deren Honorare erhöhen wollen.
  • Es wäre toll, wenn man über BookRix auch gedruckte Bücher vertreiben könnte.
  • Plattformen, die das Seif-Publishing unterstützen und an den veröffentlichten eBooks Gewinn machen, sollten ein Lektorat anbieten und das Marketing unterstützen – ebenso sollte darauf geschaut werden WAS alles veröffentlicht wird und Inhalte sollten überprüft werden.
  • Die Tools für Anfänger sollten einfacher und übersichtlicher werden. Es macht schon viel Arbeit, sich in ein neues Feld einzuarbeiten, wenn man noch einen anderen Job hat, von dem man lebt.
  • Ich warte auf eine vernünftige Marketing-Agentur, die sich der Vermarktung von eBooks annimmt.
  • Das professionellen Vorgehen meines Verlages (tredition) übertrifft meine bisherigen Erwartungen an ein Self-Publishing.
  • Self-Publisher wie ich benötigen insbesondere Plattformen im Internet, um auf ihre Bücher hinweisen zu können. Allerdings müssten in den Plattformen nicht nur Bücher zu finden sein, denn so schlummert ein Buch praktisch nur mehr oder weniger unbemerkt in einem riesigen Bücherdepot. Die Plattformen müssten vielmehr in permanenten Werbeaktionen Bücher nach unterschiedlichsten Kriterien anbieten, z.B. nach Genres, nach Themen, nach Preisen etc. Ständig wechselnde und interessante Präsentationen nach unterschiedlichsten Kriterien auf den Plattformen würden mit Sicherheit viel mehr Aufsamkeit und Buchkäufe generieren. Die Plattformen von heute stellen m.e. eher eine Art “Buchlagersystem” dar, in dem ich zwar jedes Buch finde, was ich suche, was aber voraussetzt, dass ich das Buch auch kenne.
  • Es sollte jede Art von Monopolstellung verhindert werden, was z.B. bei Amazon sukzessive darauf hinausläuft.
  • Die Self-Publishing Anbieter sollten sich unter anderem darauf konzentrieren, den potentiellen Autoren mehr an Transparenz zu bieten, was es bedeutet ein Buch zu veröffentlichen und wie es konkret mit allen Rechten und Pflichten aussieht. Und sich einen Wettbewerbsvorteil gegenüber “klassischen” Verlagen verschaffen (was zwar schwer wird, da im Hintergrund zumeist die klassischen Verlage stehen). Dies beinhaltet natürlich auch eine gewisse Qualitätsprüfung, um somit das Image von Self-Publishing etwas aufzupolieren. Sonst bleibt es wie bisher, bei einer Art Zweiklassengesellschaft.
  • Ich würde mir wünschen, dass Amazon noch besser für Bücher werben könnte. Vielleicht auch Unternehmen, die einen kurzen Film drehen, aus dem hervorgeht, um was es in dem Buch geht. Es wäre toll, wenn das nicht zu teuer wäre. Man müsste diese kurzen Filme ruhig auch einmal in Kinos als Vorschau bringen, dann würden vielleicht auch wieder mehr Menschen zu einem Buch greifen, als zu einem Video oder Kinofilm.
  • Die Macht von Amazon muss eingeschränkt werden. Auch die von Google.
  • Es sollte einen Mindestpreis geben, z. B. 100 Seiten = 3,99
  • Ich finde, es sollten uns mehr Plattformen für Werbung zur Verfügung gestellt werden.
  • Werbung ist einfach sehr wichtig. Und die Präsenz auch im Buchhandel.
  • Vermieden werden muss unter allen Umständen eine Vormachtstellung eines einzelnen Anbieters, ich meine hier insbesondere amazon.
  • Die Anbieter sollten aufhören, reine Gelddruckmaschinen zu betreiben, sondern den vollmundigen Versprechungen in Sachen Individualität, Vermarktung und Qualität Taten folgen lassen. Technische Finessen sind nicht alles, abgesehen davon, dass selbst im Abrechnungsbereich Deefizite bestehen. Ich bin gewiss ein großer Kritiker der “klassischen” Verlage und halte sie in nicht allzu langer Zeit für abgewirtschaftet. Aber leider lassen die BoD/Selfpublishin-Anbieter Seriösität und eine tragfähige Basis für das vermissen, was Bücher immer noch sind und sein werden – Produkte aus Intelligenz und Emotion – sprich Kunst.
  • Verhindert werden sollte die geringe Einflussnahme auf die Präsentation bei AMAZON, auch wenn sie fehlerhaft ist.
  • Es sollte verhindert werden, dass Amazon die Marktmacht bekommt/ erhählt und damit langfristig das Autorenhornorar bestimmen und drücken kann.
  • Die Distributoren sollten sich mehr nach den Wünschen und Bedürfnissen der Autoren richten, statt stur auf ihren Meinungen und Beschränkungen zu beharren. SP ist Freiheit, Einschränkungen führen zu Wettbewerbsnachteilen.
  • In den Shops sollten die SP-Bücher nicht länger als Bücher zweiter Klasse behandelt werden. Derzeit ist die Sichtbarkeit in den meisten Shops fast null. Printbücher von BoD werden in vielen Shops gar nicht genommen.
  • Es wäre schön, wenn das Self-Publishing endlich aus der Schmuddelecke herauskäme. Bei der gerade online gegangenen Tolino-Plattform sieht man schon wieder ganz deutlich die Abgrenzung zwischen Verlag und Sefpublishing.
  • Ich wünsche mir mehr Gleichberechtigung für Selfpublisher wenigstens in den Online-Shops, schließlich sind Verlagsbücher inzwischen auch meist nicht mehr besser lektoriert. Im Gegenteil eifern viele Verlagen den SPlern nach und veröffentlichen möglichst billig, möglichst viel.
  • Ich hoffe, dass die Pannen bei Neobooks und Tolino endlich ein Ende haben.
  • Dringend verhindert werden sollten Machtansprüche und Weltbeherrschungstendenzen durch Verstösse gegen das Wettbewerbsgesetz, wie Amazon dies mit dem KDP Select Programm macht (da offenbar die Wettbewerbskommissionen noch nicht aufgewacht sind).
  • Selfpublishing soll weiterhin den Menschen die Freiheit bieten ihre Geschichten eigenverantwortlich zu veröffentlichen, wenn sie es möchten. Als Selfpublisher wünsche ich mir einen starken Partner (unterstütze primär Amazon KDP) und völlige Unabhängigkeit von Verbänden, Verlagen oder anderen Service Providern, wie Distributoren (Third Parties). Ich wünsche mir weiterhin eine direkte Zusammenarbeit und die Erhaltung des hervorragenden KDP Service, wie er sich bereits heute präsentiert. Neuen Vertriebsideen stehe ich offen gegenüber, wenn sie mit den zuvor genannten Punkten im Einklang stehen. Heute und zukünftig werde ich (bis auf wenige Ausnahmen) auf das eBook setzen, da ich das digitale Medium für zukunftsweisend halte.
  • Es sollte verhindert werden, dass sich die aktuell guten Bedingungen und die persönliche Betreuung und Unterstützung (bin bei Tredition und sehr zufrieden) mit wachsender Bekannt- und Beliebtheit verschlechtern, weil z.B. weniger Zeit für die Autoren vorhanden ist.
  • Es sollte verhindert werden, dass BoD und Amazon ihre marktbeherrschende Stellung ausnutzen.
  • Der künftige Markt sollte sich nicht darin erschöpfen, dass die SPler wie Spekulationsmasse zwischen Holtzbrinck-Konzern,der Tolino-Allianz mit Bertelsmann & Co. sowie Amazon hin- und hergeschoben werden. Vielleicht schafft hier andere europäische Konkurrenz neue Alternativen.
  • Die zunehmende Konzentration auf drei marktbeherrschende Anbieter, von denen m.E. bald nur noch zwei beherrschend verbleiben werden und Holtzbrinck bei Ebooks verlieren wird, wie die Gruppe schon beim Einkauf in Weltbild scheiterte, kann für SPler nur übel enden:
  • Nachdem die ‘Spekulationsmasse SPler’ mit leeren Versprechungen gebunden wurde, werden mittels Absprachen bei den marktbeherrschenden Anbietern die Bedingungen rasch verschlechtert. Es obliegt dann alleine ihnen, wie hoch der Ebook-Anteil in den Shops sein wird, sogar ob überhaupt auf lange Sicht noch Ebooks gelistet werden. Einen kleinen Vorgeschmack darauf hatten wir bereits Anfang des Jahres im Zuge der Tolino-Umbildung, der von den überraschten AutorInnen offenbar kaum in seiner Tragweite erkannt und deshalb wenig kommentiert wurde. Die Zensur – die bereits jetzt bei vielen Portalen alltäglich ist – kann noch effektiver und restriktiver gegen bestimmte Inhalte und Autoren angewendet werden. Preise werden indirekt diktiert, indem z.B. Ebooks < 3,99€ aus der Sichtbarkeit fallen.
  • Der Autor soll wieder in den Mittelpunkt rücken und nicht nur an den Umsatz der Verlage und Plattformen – wie jetzt bei neobooks und tolino – gedacht werden!
  • Kostengünstigere Lektorate und Korrektorate anbieten. Kaum ein Selfpublisher hat mal gerade 500 – 2000 Euro auf der hohen Kante, um das zu bezahlen.
  • Mehr aktive Unterstützung bei der Werbung, notfalls auch mit finanzieller Unterstützung durch den Autor. Bei meinen früheren Veröffentlichungen (Hüthig,,VDI) konnte ich mich so richtig auf die faule Haut legen.
  • Das Self-Publishing sollte weiterentwickelt werden, wobei besonderes Gewicht auf den sich anschließenden Vertrieb gelegt werden sollte, am besten durch ein individuelles Package, das beide Teile umfasst. Das Buch bekannt zu machen, stellt das Hauptproblem dar.
  • Ich wünsche mir, dass die Book-on-Demand-Anbieter bei Hardcover-Büchern die Kosten senken, um einen günstigeren Verkaufspreis des jeweiligen Buches zu ermöglichen, bei gleichzeitig besserer Gewinnmarge für den Autor.
  • SP müsste überschaubarer werden. Ich habe mich jahrelang mit Smashwords befasst, weil mir immer wieder gesagt wurde, dass es der beste Weg ist, um dann durch Zufall auf Neobooks zu kommen, was dann wiederum viel einfacher und effektiver war.
  • Keine Preisbindung, Rechte beim Autor, viel Möglichkeit zur Flexibilität – dass man an verschiedenen Stellen sein Buch veröffentlichen kann, um verschiedene Kundenkreise zu erreichen, keine Zwänge wie Schwarz/Weißdruck für den Druck in USA – zum Beispiel.
  • Es wäre ganz wichtig, für Self-Publisher den Zugang zu Printbüchern, eBooks und Buchhandel gleichzeitig möglich zu machen. Nach meiner Erkenntnis kann man bei AMAZON z.B. Print und eBooks veröffentlichen, hat aber dann keinen Zugang zum Buchhandel. (Außer AMAZON). Der erste Verlag, der beides möglich macht, ist mein Partner. Dabei würde ich die Gestaltung des Buches auch selbst übernehmen, wenn es nicht anders geht.

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Was sich Selfpublisher von ihren Kollegen wünschen

Was sich Selfpublisher vom Buchhandel wünschen

Was sich Selfpublisher vom Medium eBook wünschen

Von Matthias Matting

Matthias Matting, geboren 1966, ist Physiker und Journalist und einer der erfolgreichsten deutschen Self-Publishing-Autoren. Er hat über 50 Bücher im Self-Publishing veröffentlicht und ist Autor des offiziellen Amazon-Bestsellers 2011. Für sein Buch “Reise nach Fukushima” erhielt Matthias Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis “derneuebuchpreis.de” in der Kategorie Sachbuch. Matting war als Programmleiter eBook bei der Münchner Verlagsgruppe tätig. Er arbeitet außerdem als Kolumnist für das Nachrichtenmagazin FOCUS und als Autor für SPACE, Federwelt und Telepolis. Schließlich gibt er auch Online-Kurse sowie Seminare an der Akademie der Bayerischen Presse.

Ein Kommentar

  1. Mit einem Lektor zu arbeiten ist für mich selbstverständlich. Sowohl als Verlagsautorin, als auch als Self Publisher gehe ich mit meiner Arbeit und meinem Namen an die Öffentlichkeit und erwarte, dass man mich für meine Arbeit bezahlt. Im Gegenzug liefere ich auch ab.
    Ich bin ziemlich fassungslos, wenn ich hier lese, dass von Lektoren erwartet wird, dass sie zuliebe eines Self Publishers auf einen Teil ihres Einkommens verzichten sollen. Wären diese Self Publisher im Gegenzug auch bereits, sich auf Gehaltskürzungen einzulassen? Ich denke doch eher nicht.
    Was ist denn aus der guten alten "dann spare ich drauf"-Methode geworden? Vielleicht einmal weniger in Urlaub fahren, um das Hobby zu finanzieren. Ich schreibe bewusst "Hobby", denn Profis kämen nie auf die Idee, von anderen Profis zu erwarten, dass diese zu Dumpingpreisen arbeiten. Es wäre sicher auch ganz hilfreich mal darüber nachzudenken, dass bei keinem Freiberufler Brutto gleich Netto ist.

    Ansonsten kann ich etlichen der angesprochen Punkte zustimmen, andere zeugen hingegen von einer unglaubliche Naivität, Unkenntnis der Marktlage und Selbstüberschätzung.

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